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Fachgruppe Pelargonie: von Facebook ins Kloster

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Von der virtuellen Welt ins reale Gewächshaus: Die bislang nur auf Facebook aktive Pflanzenliebhaber-Gruppe „Pelargonien-Vielfalt“ hat sich jetzt erstmals live in der Gärtnerei des Klosters Maria Laach getroffen. Im Mittelpunkt des Treffens stand neben dem persönlichen Kennenlernen vor allem der fachliche Austausch.

Führung der Fachgruppe Pelargonie durch die Klostergärtnerei in Maria Laach. Foto: Jochen Flenker

Initiator dieses ersten Treffens war Matthias Alter, Gründer der Facebook-Gruppe „Pelargonien-Vielfalt“ und Gärtner im in der Eifel gelegenen Kloster Maria Laach. Als „Star“ der Veranstaltung stand selbstverständlich die Pelargonie als seit Jahrhunderten beliebte Beet- und Balkonpflanze im Mittelpunkt sowie die beeindruckenden Sammlungen der Gruppenmitglieder.

Große Pelargonien-Sammlung mit fast 150 alten Arten und Sorten

So nennt etwa Andreas von der Beeck von Haymarket Media eine fast 150 Arten und Sorten umfassende Sammlung sein Eigen. Besonders am Herzen liegen dem Redakteur historische Pelargonien, weshalb unter anderem alte Sorten wie ʻBundeskanzlerʼ, ʻStadt Bernʼ oder ʻFriesdorfʼ zu von der Beecks „Schätzen“ gehören. Seine Sammlung soll diesen Herbst ins Gewächshaus des Bildungszentrums Gartenbau in Münster-Wolbeck umziehen und dort unter anderem für Unterrichtszwecke zur Verfügung stehen.

Die Pelargonien-Sammlungen von Andreas von der Beeck sowie des Klosters Maria Laach sollen zudem mit einer Schautafel auszeichnet werden. „Mit den Schautafeln zeichnen wir die beiden Sammler für ihren Einsatz zum Erhalt der biologischen Vielfalt aus. Die Pelargonie ist mehr als nur ein billiger Mitnahmeartikel im Einzelhandel und das wollen wir deutlich machen“, so Bettina de la Chevallerie, Projektleiterin des Netzwerk Pflanzensammlungen.

Mitglieder der Facebook-Gruppe mit ausgefallenen Pelargonien in ihren Gärtnereien

Historischen und ausgefallenen Pelargonien haben sich auch die leidenschaftlichen Sammlerinnen Katharina Kaltenbach und Anna Angermaier verschrieben, in deren Gärtnereien – der Staudengärtnerei Kaltenbach (Neuenburg-Zienken) und der Gärtnerei Angermaier (Feilnbach) – Pelargonien-Freunde selbst verloren geglaubte Sorten finden können.

In der Planung ist darüber hinaus eine große Pelargonien-Ausstellung mit Beteiligung ausgesuchter Raritätengärtnereien vom 13. bis zum 15. August 2017 im Kreislehrgarten in Steinfurt.