Grüne Branche

Fachhandel: Mit durchdachter Preisgestaltung den Erfolg ankurbeln

Der Lebensmitteleinzelhandel hat in den letzten Jahren als Einkaufsstätte für grüne Produkte immer mehr Marktanteile gewonnen: Massenprodukte stehen unter Preisdruck, verlieren an Wert und werden vom Kunden nicht mehr geschätzt. Gartencenter und Einzelhandelsgärtnereien mit einem hohen qualitativen und fachlichen Anspruch brauchen auch in der Preispolitik eine klare Positionierung, um im Wettbewerb bestehen zu können. 

Komplettangebote stehen weniger im Preiswettbewerb – sie schaffen Kaufanreize und der Preis rückt in den Hintergrund. Foto: Knut Steffen

Das Preisniveau einzelner Fachgartencenter und Einzelhandelsgärtnereien ist durchaus unterschiedlich und immer am jeweiligen Standort zu sehen. Entscheidend sind Lage und Wettbewerbssituation. Eine hohe Gartencenter- oder Baumarktdichte in Ballungsräumen, wie etwa im Rheinland, beeinflusst das Preisniveau genauso wie die Kaufkraft im Einzugsgebiet.

Die Nähe zu Produktionszentren und großen Vermarktungseinrichtungen eröffnet günstigere Zukaufsmöglichkeiten, was im Endeffekt in der gesamten Region zu niedrigeren Verkaufspreisen führt. Größere Gartencenter und filialisierte Unternehmen haben wiederum ein größeres Einkaufsvolumen und dementsprechend günstigere Einkaufskonditionen.

Wie erreicht man nun also das Ziel einer klaren Positionierung und gezielten Preisstrategie? Für einen Fachbetrieb kann es nicht erstrebenswert sein, die Preisführerschaft zu übernehmen, um sich als „Discounter“ zu profilieren. Im Gegensatz zu Niedrigpreisstrategien sollten Gartencenter wie auch Einzelhandelsgärtnereien eine Mehrwertstrategie anstreben. (kst)

Wie diese in der Praxis aussehen kann und wie generell Preise gemacht werden, lesen Sie in unserem „Thema der Woche“ in der aktuellen TASPO 36/14