Fachsymposium zur Entwicklung der Wälder

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In den Wald der Zukunft investiert das Land Hessen zukünftig 200 Millionen Euro. Symbolfoto: Lukasz Szmigiel / Unsplash

Im Forstlichen Bildungszentrum im hessischen Weilburg fand das Fachsymposium „Baumarten im Hessischen Wald der Zukunft“ mit rund 130 Teilnehmern statt. Dabei ging es um die Wiederaufforstung und wie diese im Einzelnen auszusehen hat.

Wie sieht der Wald der Zukunft aus?

Beim Fachsymposium „Baumarten im Hessischen Wald der Zukunft“ im Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg waren rund 130 Teilnehmer aus der Wissenschaft, Waldbesitzer und Forstleute, sowie Vertreter der Umwelt- und Naturschutzverbände und der Holzindustrie zu Gast. Neben dem aktuellen Stand der Schäden und wissenschaftlicher Ergebnisse zur Entwicklung der Risiken und der Anpassungsfähigkeit der Wälder, wurde die Frage diskutiert, wie der „Wald der Zukunft“ aussehen sollte. „Unsere Wälder sind wichtige Lebensräume für Tiere- und Pflanzen und sie leisten einen großen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Gleichzeitig sind sie Erholungsraum für uns Menschen. Unser Wald ist auch Klimaschützer: Er bindet große Mengen CO2 und dient als Rohstofflieferant. Durch die Nutzung einheimischen Holzes in langlebigen Holzprodukten kann ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Aber derzeit ist unser Wald leider auch Opfer des Klimawandels: Die letzten Jahre waren zu trocken und zu warm, der Borkenkäfer konnte sich massenhaft vermehren. Stürme und Waldbrände haben den Wäldern zusätzlich geschadet“, sagte Umweltministerin Priska Hinz.

20.000 Hektar wieder aufforsten

Es müsse laut Mitteilung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geklärt werden, wie das Verhältnis zwischen Naturverjüngung und aktivem Waldumbau aussehen soll. Die Ergebnisse des Fachsymposiums werden privaten und kommunalen Waldbesitzern zur Verfügung gestellt. Mit Mitteln des Integrierten Klimaschutzplanes erarbeitet die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt derzeit außerdem Klimarisikokarten, die als Entscheidungsgrundlage für den Waldumbau dienen werden. „Um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen und die Zukunft unseres Waldes zu gestalten, hat die Hessische Landesregierung den 12-Punkte-Plan zum Schutz der Wälder im Klimawandel aufgestellt. Bis 2023 werden wir insgesamt 200 Millionen Euro in unseren Wald investieren. Ein zentraler Punkt dabei ist die Wiederbewaldung des hessischen Waldes. Über 20.000 Hektar Kahlflächen müssen in Hessen wieder aufgeforstet werden. Dazu müssen wir wissen, wie sich die Standorte in Zukunft entwickeln werden und welche Baumarten standortgerecht sind“, erklärte Hinz.

Wiederbewaldungskonzept entwickeln

„Für den hessischen Staatswald werden wir aus den Ergebnissen des Fachsymposiums ein Wiederbewaldungskonzept entwickeln. Unser Ziel ist ein artenreicher, vielfältiger und klimastabiler Mischwald. So können wir den Wald auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten und für künftige Generationen erhalten“, erläuterte Ministerin Hinz die Pläne der Landesregierung für die Zukunft.

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