Grüne Branche

Fair Trees: Der Baum fürs gute Gewissen - 10 Prinzipien

In einigen Ländern sind sie bereits auf dem Markt
Fair Trade-Produkte boomen. Jetzt gibt es auch nachhaltig und sozial gerecht produzierte Weihnachtsbäume. Ein Konzept und seine Entwicklung.

Marianne Bols, Bols Xmas Tree Fund, zeigt das Fair Trees-Etikett an der Nordmanntanne. Das Schmuck-etikett bietet auch Informationen über das Konzept.

Dem Fair Trees®-Konzept, 2007 von der dänischen Forstbaumschule Bols (DK-Brædstrup) eingeführt, schließen sich immer mehr Weihnachtsbaumproduzenten an. „Unser Konzept wurde gut angenommen”, freut sich Baumschulinhaberin Marianne Bols.

Fair Trees® sind seit Weihnachten 2009 im Handel; ausgehend von Dänemark fand dieses Konzept bereits Eingang auf den deutschen, englischen und schweizerischen Märkten. Seit diesem Jahr ist auch die Markus Schauer GmbH, Großhandelsunternehmen in Unterhaching, mit im Boot. Schauer hat für Fair Trees®-Produzenten Betreuung und Marketing für den gesamten deutschsprachigen Raum übernommen und vor kurzem das „Fair Trees Informationszentrum” gegründet. Das positive Image dieser Marke, die für soziale Mitverantwortung stehe, sei ein starkes Verkaufsargument für die Bäume, so Schauer.

Fair Trees hat sich 10 unabdingbaren WFTO¹-Prinzipien angeschlossen

1. Finanziell schlecht gestellten Produzenten Möglichkeiten zu eröffnen
2. Transparenz und Verantwortung
3. Verantwortungsbewusstes Geschäftsgebaren
4. Zahlung eines fairen Preises
5. Keine Kinder- und Zwangsarbeit
6. Kampf gegen Diskriminierung, für Gleichstellung und Vereinsfreiheit
7. Sicherung ordentlicher Arbeitsbedingungen
8. Kapazitätsaufbau in Form von Entwicklungsarbeit
9. Förderung von Fair Trade
10. Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt

1WFTO = World Fair Trade Organization

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 10/ 2012 Deutsche Baumschule.