Grüne Branche

Fair Trees Deutschland nimmt Presse-Arbeit auf

Im Januar dieses Jahres gründete Markus Schauer das Informationszentrum Fair Trees Deutschland in München, um die Idee von Fair Trees in den Medien, bei Verbrauchern und Händlern bekannter zu machen (siehe TASPO 22/12, Seite 15). Nun kündigte das Informationszentrum in einer Pressemeldung an, dass es ab Mitte November ein Infotelefon einrichten wird, über das dem Verbraucher Fragen zu Fair Trees beantwortet werden.

Das Fair Trees-Etikett. Werkfoto

Auch per E-Mail wird der Kontakt möglich sein: redaktion(at)fairtrees.de. Außerdem werde es eine Händlerliste geben, aus der ersichtlich ist, wo es Fair Trees Bäume zu kaufen gibt.

Interessierte Händler wiederum erhalten eine Liste mit allen Fair Trees-Produzenten im deutschsprachigen Raum, aus der sie ihren passenden Lieferanten wählen können. Genaue Zahlen über den Anteil von Fair-Trees-Bäumen am Gesamtmarkt könne man noch nicht nennen, hieß es auf Anfrage der TASPO beim Informationszentrum, weil es in dem Sektor sehr dynamisch zugehen könnte. Erklärtes Vertriebsziel für 2012 sei jedoch, mindestens 75.000 Bäume zu verkaufen, möglichst mehr.

Teilnehmen sei ganz einfach. Der Interessent ordere eine bestimmte Anzahl von Fair Trees-Etiketten, die es für die verschiedenen Baumqualitäten gibt. Die Abgabe von 65 Cent pro verkauftem Fair Trees-Baum, die für die sozialen Projekte in Georgien abgeführt werden, ist im leicht höheren Etikettenpreis im Vergleich zu Standard-Etiketten bereits enthalten.

Die Zahl der verkauften Etiketten wird registriert. Produzenten, die dem Fair Trees-Konzept folgen wollen, müssen sich verpflichten, so das Informationszentrum, für jeden unter dem Label verkauften Baum einen neuen anzupflanzen, und zwar einen, der aus Fair Seeds gezogen wurde, den es bisher ausschließlich von der dänischen Baumschule Bols gibt.

Fair Trees-Händler werden mit speziellen Marketingartikeln wie Informationsschilder am Verkaufsstand unterstützt. Außerdem will das Informationszentrum in seiner Pressearbeit ausführlich über die sozialen Projekte in Georgien berichten und diese Meldungen breit streuen. Die Verwendung der Gelder, die über Fair Trees für die sozialen Projekte eingenommen wurden, soll detailliert nachgewiesen werden.

Die Fair Trees-Initiatoren wollen den Verbrauchern, die meist eine positive Einstellung zu Öko-, Fair Trade- oder regionalen Produkten haben, mit dem Label eine Orientierung auf dem Weihnachtsbaummarkt geben. Weil der Produktname bereits das Konzept erklärt und somit ein kostengünstiges und dennoch wirkungsvolles Marketing möglich macht, sei die Marke Fair Trees wiederum für Produzenten und Händler interessant, heißt es in der Pressemeldung weiter. Sie ermögliche es jedem Händler, ohne große Zusatzkosten Fair Trees-Weihnachtsbäume erfolgreich zu verkaufen.

Nähere Informationen zum Thema Weihnachtsbaum lesen Sie auf 3 Seiten TASPO extra Weihnachtsbaum in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 43/2012. (jen)