Grüne Branche

„Faire“ Weihnachtsbäume: Nachfrage ist vorhanden

, erstellt von

Das Fair Trees-Konzept der Baumschule Brædstrup von Marianne und Lars Bols in Mitteljütland möchte nicht nur den fairen Handel von biologisch angebauten Weihnachtsbäumen ermöglichen, sondern auch eine nachhaltige Entwicklung für die Pflücker und die Wälder Georgiens gewährleisten, so die Initiatorin. Das Fair Trees-Konzept sei inzwischen in ganz Europa verbreitet und etabliere sich immer mehr.

Das Fair Trees-Konzept ermöglicht eine nachhaltige Entwicklung bei den Pflückern und Wäldern Georgiens. Foto: Fair Trees

Fair Trees Fund unterstützt Initiativen in Georgien

Von Brædstrup aus gelangen Samen und Weihnachtsbaum-Pflanzen nach Dänemark und Europa, die mit dem Fair Trees-Etikett verkauft werden. Dies soll es den Käufern ermöglichen, eine Kaufentscheidung zu treffen, die auch biologische und ethische Aspekte berücksichtigt. Für jeden verkauften Baum geht ein Teil des Verkaufserlöses an den Fair Trees Fund, dessen Geld Initiativen in Georgien mit Schwerpunkt auf Bildung, Gesundheit und Umwelt unterstützt.

Viele Verbraucher verbinden das Konzept des fairen Handels mit Lebensmitteln wie Kaffee, deren Rohstoffe aus der Dritten Welt stammen. Die Marke Fair Tree will helfen, die nachhaltige Produktion sowie angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen für die Anbau- und Verarbeitungsbetriebe in Georgien zu sichern.

Interesse an Bio-Weihnachtsbäumen steigt kontinuierlich

Aus Georgien stammen 90 Prozent der Samen für die Produktion von Nordmann-Tannen. Als Marianne und Lars Bols 1989 das erste Mal georgische Nordmann-Samen kauften, gab es keinen fairen Handel. Inzwischen hat sich das Bewusstsein der Verbraucher gewandelt. Laut Marianne Bols, die auch die Vorsitzende der „Organic Christmas Tree Association“ ist, steigt das Interesse an Bio-Weihnachtsbäumen kontinuierlich.

„Wir stoßen auf zunehmendes Interesse“, sagt Bols und erklärt, dass es erst zum jetzigen Zeitpunkt möglich sei, Jungbäume aus fair gehandelten Samen und ökologischer Produktion zu erhalten, da die Kulturdauer vom Samen zur Jungpflanze drei Jahre betrage. Erzeuger von biologischen Fair Trees verwenden bereits das Fair Trees Label, da die Samen aus fair gehandeltem Saatgut stammen.

Marianne Bols hebt die Qualität der Samen und Jungbäume hervor: „Es sind nur Märchen, dass Bio-Weihnachtsbäume von Läusen befallen werden und die Weihnachtsbäume aufgrund von Düngemittelmangel keine ausreichend grüne Farbe erhalten.“ Wichtig sei, dass das Samenmaterial von geeigneter Herkunft ist, damit der Baum später eine gute Verkaufsqualität aufweist.

Vielversprechende Exportmöglichkeiten für faire Weihnachtsbäume

„Die Kunden, die einen Bio-Weihnachtsbaum wollen, haben eine etwas andere Einstellung zum Naturbaum als andere Kunden“, erklärt Bols weiter. Ihren Kunden sei vor allem wichtig, wie und unter welchen Bedingungen die Samen geerntet und die Bäume kultiviert werden. „Der ganzheitliche Ansatz von Fair Trees erlaubt eine positive Entwicklung, was sich auch daran zeigt, dass immer mehr Kunden auf diese Art gezogene Weihnachtsbäume nachfragen, auch im Ausland“, sagt Marianne Bols. Die Exportmöglichkeiten für die Schweiz, Deutschland und England beurteilt sie als besonders vielversprechend.