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Falsche CC TAG5 im Umlauf: Container Centralen setzt Belohnung aus

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Sicherer und nicht so leicht zu fälschen sollte das neue CC TAG5 Label sein. Laut Container Centralen (CC) sind jetzt dennoch falsche, täuschend echt aussehende Schlösser aufgetaucht. Ein privates Ermittlungsbüro soll den Betrugsversuch aufklären. Zudem sind bis zu 30.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Das neue CC TAG5 Label (r.) ist sicherer als die roten Schlösser, kann aber dennoch gefälscht werden. Foto: Container Centralen

Pool-Teilnehmer erleiden durch gefälschte Label Schaden

„Wir haben mit dem CC Pool ein System errichtet, in dem ehrliche Zusammenarbeit unerlässlich ist. Leider ist der CC Pool jetzt, wie schon zuvor mit dem roten Label, das Ziel krimineller Aktivitäten. Dadurch erleiden unsere Pool-Teilnehmer Schaden. Je schneller wir hier gemeinsam in Aktion treten, umso größer ist die Chance, dass wir die Quelle ermitteln können. Darum setzen wir eine hohe Belohnung für sachdienliche Hinweise aus, die zu einem Ermittlungserfolg führen“, erklärt Roel de Jong, CEO von Container Centralen.

Beauftragt mit den Ermittlungen zu den gefälschten CC TAG5 Label wurde die im niederländischen Ede ansässige Riscon Arnhem B.V., eine vom niederländischen Justizministerium zertifizierte private und unabhängige Detektei. Hinweise können sieben Tage die Woche und auch in den Abendstunden an Riscon gemeldet werden – auf Wunsch auch anonym, betont Container Centralen.

Falsche CC TAG5 Label lassen sich nicht scannen

„Am allerwichtigsten ist dabei für uns, dass die Pool-Teilnehmer auch weiterhin im gegenseitigen Vertrauen miteinander handeln können, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass sie betrogen werden“, so de Jong.

Erkennbar sind die gefälschten CC TAG5 Label daran, dass sie nicht gescannt werden können. Äußerlich sehen sie den echten Schlössern dagegen zum Verwechseln ähnlich. Daraus schließt Tony Kington, CEO beim RFID Label-Entwickler Omni-ID, dass die Fälschungen offenbar von Profis mit teurem Equipment gefertigt wurden.

Um Container Centralen bei ihrem Vorhaben, die Anzahl gefälschter Label zu verringern, zu unterstützen, werden wir die falschen Label analysieren, die CC aus dem Markt erhalten hat. Das wird eine genaue Untersuchung der Fälschungen und der Art und Weise, wie gegen das Design und Patent verstoßen wurde, ermöglichen“, so Kington.

RFID-Antenne als Schutz der neuen CC Schlösser

Sein Unternehmen Omni-ID war zusammen mit Lyngsoe Systems an der Entwicklung der neuen CC TAG5 Schlösser beteiligt. Im Mittelpunkt stand dabei die bessere Qualität und Lesbarkeit der RFID-Antenne des Labels. Ebenfalls wichtig war den Entwicklern, dass die Schlösser nicht manipulierbar sind – was konkret bedeutet, dass ein entferntes Etikett nicht ohne sichtbare Beschädigung wieder angebracht werden kann.

Eine Fälschung wie im vorliegenden Fall lasse sich dadurch aber dennoch nicht verhindern, wie Don Ferguson, Leiter Forschung und Entwicklung bei Lyngsoe Systems, erklärt: „Mit einer entsprechend professionellen Ausrüstung kann man die physische Erscheinung von jedem Objekt scannen und kopieren. Der wirkliche Schutz des CC TAG5 ist die RFID-Antenne. Letztendlich ist Scannen der einzige Weg, wenn man hundertprozentige Sicherheit über ein Label haben möchte.“