Grüne Branche

Fast wie gar nicht gelebt – einfach weg!

Vereinsamung, fehlende Vorsorge, demografische Entwicklung und zunehmende Armut lassen die Zahl der Sozialbegräbnisse und ordnungsbehördlicher Beisetzungen, sogenannte „Ersatzbestattungen“ stetig steigen.

Kein namentlicher Hinweis auf die Verstorbenen, kein Blumenschmuck oder gar eine Grabbepflanzung - anonymes Gräberfeld für Urnensammelbestattungen.

Wie viele Obdachlose jedes Jahr in Deutschland beerdigt werden ist nicht genau bekannt. Sozialämter führen darüber keine Statistiken, sagte der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Bestatter (BDB), Dr. Rolf Lichtner, gegenüber der Neuen Nassauer Presse.
Schätzungen zufolge seien es aber weit weniger als ein Prozent der jährlich rund 845000 Bestattungen. Seit dem Wegfall des Sterbegeldes 2004 sei die Zahl der sogenannten Sozialbestattungen, für die Sozial- und Ordnungsämter aufkommen, in den Ballungszentren auf einen Anteil von vielleicht acht bis zehn Prozent gestiegen, so Lichtner weiter. Mehr dazu in der November-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 18.