Grüne Branche

FDF weist Kritik der IG BAU zurück

Der Fachverband deutscher Floristen (FDF) hat jetzt auf die Kritik der IG BAU reagiert. Die Gewerkschaft hatte anlässlich des Valentinstages in einer Pressemitteilung „faire Löhne für Floristen“ gefordert. Ihr Stundenlohn sei so niedrig, dass man davon kaum leben könne, so die IG BAU. Die dpa bat daraufhin um eine Stellungnahme des FDF zu den Kritikpunkten.

In einer soeben herausgegebenen Presseerklärung weist der FDF die Forderungen der IG BAU zurück. „Die harte Mehrarbeit lohnt sich zwar für die Betriebe – für die Beschäftigten zahlt sie sich indes kaum aus“, hieß es in deren Pressemitteilung zum Valentinstag. Die Tarifkommission des FDF sieht in diesem Vorstoß ein „Säbelrasseln“ kurz vor den Tarifverhandlungen am 5. März.

Die Initiative der IG BAU treffe in den Reihen des Verbandes auf wenig Verständnis, heißt es. Schließlich sei die Neugestaltung des Rahmen- und Lohntarifvertrages unter anderem mit erstmaligem Abschluss eines Arbeitszeitkontos im Jahr 2009 auch von der Gewerkschaft als großer Erfolg für die Arbeitsplatzsicherung gewertet worden. Bei dem von der IG BAU angeführten Lohn (im Westen) würde es sich zudem um eine Mindestbezugsgröße für ungelernte Saisonarbeiter und Aushilfskräfte in der floristischen Branche handeln. Der zurzeit im Tarifvertrag angegebene Ecklohn in Höhe von 1.603 Euro sei als Einstiegslohn für eine Floristin ohne jegliche Zusatzqualifikation zu verstehen.

„Wie in jedem anderen Beruf“, so Robert Mankopf, Vorsitzender der FDF-Bundes-Tarif-Kommission, „entwickeln sich mit zusätzlicher Kompetenz, Erfahrung und der Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben innerhalb des Betriebs Perspektiven für Floristen, die sich in leistungsorientierter Entlohnung spiegeln.“ Diese Entwicklungschancen und die vielfältigen Möglichkeiten, die der Ausbildungsberuf Florist kreativen Menschen biete, seien dem Sozialpartner anscheinend ebenso wenig wichtig wie die Tatsache, dass durch diese Offensive die eigenen Mitglieder gefährdet werden, so Mankopf weiter.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer seien gleichermaßen von einer positiven Einstellung der Konsumenten zur Blume und zu floralem Handwerk abhängig. Negativschlagzeilen an Valentin würden bewusst das Image des Berufsstandes gefährden und damit auch die Arbeitsplätze in dieser Branche. Diesen Zusammenhang wolle der FDF in den Tarifverhandlungen am 5. März in Frankfurt sehr deutlich machen.

Unabhängig davon gehe die Tarifkommission des FDF von sachlichen und konstruktiven Gesprächen aus. „Unser Ziel sind verträgliche Abschlüsse für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie Rahmenbedingungen, die den in der Floristik beschäftigten Menschen auch zukünftig vielseitige Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten in einem qualifizierten Ausbildungs-Beruf sichern“, heißt es beim FDF. (ts/fdf)