Grüne Branche

Feinstaub: Gehölze verbessern die Luftqualität

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Mehr Gehölze für saubere Luft: Unter diesem Motto erneuert der Bund deutscher Baumschulen (BdB) aktuell seine Forderung nach einem Umweltfonds der Autohersteller. Anlass dafür gab die vergangene Woche von der EU-Kommission wegen Luftverschmutzung eingereichte Klage gegen Deutschland und sechs weitere EU-Staaten.

Grüne Innenstädte tragen zur Verbesserung der Luftqualität bei. Foto: BdB

Luftverschmutzung verantwortlich für Erkrankungen?

Stickstoffdioxid und Feinstaub sind nach Ansicht der EU-Kommission die beiden Hauptverantwortlichen für die Zunahme von chronischen Erkrankungen wie Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Lungenkrebs. Im Wesentlichen ausgestoßen werden diese Schadstoffe von Industrie und Straßenverkehr, aber auch von privaten Heizungsanlagen und der Landwirtschaft.

Die Bundesregierung hat auf die Klage mit der Forderung nach technischen Nachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge reagiert. Damit sollen drohende Fahrverbote in den Innenstädten vermieden werden. Der Bund deutscher Baumschulen setzt sich gleichzeitig für einen gemeinsamen Umweltfonds der Autohersteller ein, in dem Gelder für die Begrünung mit Gehölzen durch die Kommunen gesammelt werden.

Gehölze filtern Feinstaub aus der Luft

„Gehölze sorgen mit ihrer Filterfunktion für gute Luft. Dabei spielt die Beschaffenheit der Blattoberfläche eine wichtige Rolle: je dichter die Behaarung, desto höher das Bindevermögen. So gesehen können Grünanlagen als eine Art passiver und permanenter Feinstaubfilter agieren“, sagt BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Eine besonders hohe Feinstaub-Akkumulation ließ sich in verschiedenen Studien etwa für Arten wie den Runzelblättrigen Schneeball, die Schwedische Mehlbeere, die in letzter Zeit in Mode gekommene Baumhasel oder die in Privatgärten verbreitete Johannisbeere nachweisen. Aufgrund ihrer Blattbeschaffenheit zeigen laut BdB auch Arten wie die aus Südosteuropa stammende Silber-Linde eine gute Filterwirkung.