Grüne Branche

Feste Biomasse - Miscanthus-Fachgespräch

05. November 2013 Deutsches Biomasseforschungszentrum Leipzig
Festen Biomassen kommt bei der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien gegenwärtig eine bedeutende Rolle zu. Bei der Endenergie wie Strom, Wärme und Kraftstoffe erreichte die Biomasse im Jahr 2012 auf nationaler Ebene einen Anteil von über 65 % an der gesamten Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Von diesem Anteil wurden nahezu 60 % durch biogene Festbrennstoffe bereitgestellt. Biogene Festbrennstoffe dürften auch in Zukunft durch länder- und bundesspezifische sowie energie- und umweltpolitische Zielsetzungen ihren Stellenwert im Portfolio der erneuerbaren Energien festigen können. Als ein Vertreter der festen Biomassen kann die Pflanze Miscanthus unter entsprechenden Rahmenbedingungen einen Teil zur Steigerung dieses Anteils beitragen.

Die anspruchslose C4-Nutzpfl anze Miscanthus, auch als Riesen-Chinaschilf bezeichnet, erreicht Wuchshöhen von bis zu vier Meter und stellt eine aussichtsreiche Pfl anze zur Biomasseproduktion dar. Zum einen bietet Miscanthus aufgrund hoher Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften, auch angesichts des hohen Sorptionsvermögens, Vorteile für die Entwicklung neuartiger Produkte zur stofflichen Nutzung wie z. B. in der Bau-, Automobil- und Zellstoffindustrie sowie im Gartenbau. Zum anderen besitzt Miscanthus, unter Betrachtung der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, auch als standardisierter Alternativbrennstoff zu Holz Marktchancen für den Einsatz in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen.

Trotz der positiven Eigenschaften und den daraus resultierenden Anwendungsmöglichkeiten wird Miscanthus in Deutschland derzeit nur in geringen Mengen angebaut. Dies könnte neben fehlenden Informationen bei relevanten Akteuren auch an der noch nicht vorhandenen, breiten Etablierung der Produkte im Markt liegen.
Ziel des Fachgespräches
Im Rahmen des Fachgespräches werden aktuelle Aktivitäten und Möglichkeiten im Bereich der stoffl ichen Verarbeitung und energetischen Nutzung von Miscanthus zur Diskussion gestellt. Dabei dient die Veranstaltung dem Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Interessengemeinschaft Miscanthus Sachsen befasst sich dabei mit Fragestellungen zum Anbau und zur stofflichen wie auch energetischen Verwertung von Miscanthus. Die Forschungsschwerpunkte des Deutschen Biomasseforschungszentrums hingegen liegen bei der Aufbereitung/Kompaktierung und der energetischen Nutzung der Energiepflanze bzw. der stofflich nicht nutzbaren Anteile.

Das am 5. November 2013 gemeinsam von der Interessengemeinschaft
Miscanthus Sachsen, dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH und dem DBFZ organisierte Fachgespräch Feste Biomasse mit dem Schwerpunkt Miscanthus, für das anerkannte Experten und Akteure aus der Praxis gewonnen werden konnten, soll einer Bestandsaufnahme der derzeitigen Aktivitäten, insbesondere mit mitteldeutschem Hintergrund und dem Ableiten des weiteren Vorgehens dienen.

Kontakt und Anmeldung
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit Ihrem Namen und Ihrer Funktion im Unternehmen entweder per Mail über fachgespraeche(at)dbfz.de oder per Fax +49 (0)341 2434-133 an.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Katrin Schumacher (Veranstal-tungskoordinatorin), Tel.-Nr.: +49 (0)341 2434-119.

Weitere Informationen auch unter
www.dbfz.de/web/fileadmin/user_upload/fachgespraeche/flyer/FG_Miscanthus_2013.pdf 

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie gleich im Anschluß herunterladen.