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Feuer in Gärtnerei: Polizei vermutet Brandstiftung

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Ein komplett ausgebrannter Lagerraum und 60.000 Euro Sachschaden: Das ist die Bilanz eines Großfeuers in einer Gärtnerei in Lünten. Wie die Münsterland Zeitung berichtet, geht die Polizei nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen von Brandstiftung aus.

Die Feuerwehr konnte den Brand in der Lüntener Gärtnerei relativ schnell unter Kontrolle bringen. Foto: Feuerwehr Vreden

Das Feuer in der Lüntener Gärtnerei wurde demnach in der Nacht von Freitag auf Samstag gelegt – absichtlich oder fahrlässig. Laut Frank Rentmeister, Pressesprecher der Kriminalpolizei Borken, deute jedenfalls mehr auf Brandstiftung als auf andere Ursachen hin. Zur endgültigen Klärung der Brandursache bittet die Polizei Borken deshalb um Hinweise aus der Bevölkerung (Tel.: 0 25 64-92 60).

Gärtnereibesitzer versucht Feuer eigenhändig zu löschen

Dem Polizeibericht zufolge war ein Nachbar gegen 4:15 Uhr auf das Feuer in der Gärtnerei aufmerksam geworden. Daraufhin weckte er den Eigentümer der Gärtnerei, der bis zum Eintreffen der umgehend alarmierten Feuerwehr versuchte, den Brand eigenhändig mit einem Gartenschlauch zu löschen.

Die Feuerwehr konnte den Brand, der den Angaben zufolge in einem Lagerraum der Gärtnerei ausgebrochen war, relativ schnell unter Kontrolle bringen. Dennoch konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass der als Pausenraum genutzte Teil des Gebäudes komplett ausbrannte. Insgesamt entstand bei dem Feuer ein Sachschaden in Höhe von 60.000 Euro.

Wasserlösliche Pflanzenschutzmittel erschweren Löscharbeiten

Erschwert wurden die Löscharbeiten, weil in den Nebenräumen unter anderem wasserlösliche Pflanzenschutzmittel gelagert waren, die mit dem Löschwasser in die Umwelt gelangt sein könnten. Entsprechend ordnete der Einsatzleiter der Feuerwehr in Absprache mit der zuständigen Wasserbehörde an, den Abfluss des Löschwassers zu unterbinden und Experten aus dem Kreis Borken hinzuzuziehen.

Wie sich später herausstellte, waren die Pflanzenschutzmittelbehälter bei dem Feuer jedoch nicht beschädigt worden. Somit wurden den Angaben zufolge weder Boden noch Grundwasser verunreinigt.