Grüne Branche

Feuer in Großgärtnerei

Große Solidarität und sehr viel Unterstützung erfuhr die niederrheinische Gärtnerei Wison in Schermbeck von Gärtnerkollegen aus dem ganzen Umkreis nach dem Gewächshaus-Brand in der Nacht vom 9. zum 10. April. Wie Felix Wison gegenüber der TASPO berichtete, konnte dank der Hilfe der Nachbarn, vor allem der Gärtnerei Aldenhoff, der Geschäftsbetrieb zügig wieder aufgenommen werden. Der normale Verkauf sei nicht beeinträchtigt. 3.000 Quadratmeter Gewächshausfläche seien zurzeit wegen Reparaturarbeiten, darunter auch Elektro- und Wasserleitungen, nicht bestückbar. Als Ausgleich boten Gärtnerkollegen in großer Hilfsbereitschaft Ersatzflächen an. Die Polizei geht bei dem Schaden von Brandstiftung aus, einen technischen Defekt schließt sie aus. Die Familie Wison glaubt nicht, dass sich der Vorfall gezielt gegen die Gärtnerei richtete. Medienberichten zufolge hatte es in der Umgebung ähnliche Fälle an verschiedenen Objekten gegeben. Es wurden, vermutlich mit einem flüssigen Brandbeschleuniger, drei Feuerherde in der Nähe des Palettenlagers gelegt. Dieses sei innerhalb weniger Minuten in Flammen aufgegangen. Von dort griff der Brand auf die Gewächshausfront über, die zur Hälfte zerstört wurde. Bei Löschversuchen vor Eintreffen der Feuerwehr zog sich Felix Wison eine leichte Rauchvergiftung zu. Unter den betroffenen Kulturen waren Beet- und Balkonpflanzen sowie Primelkulturen, darunter auch Mutterpflanzen. Ein schwer entflammbarer Schattierschirm, den man erst vor zwei Jahren eingezogen habe, verhinderte offensichtlich eine weitere Ausbreitung ins Gewächshausinnere. Wie hoch der Schaden sei, lasse sich im Vorfeld schwer beziffern. Die Polizei schätzt ihn nach Medienberichten auf 500.000 Euro. Die Regelung über die Brandschutzversicherung (Gartenbau-Versicherung in Wiesbaden) laufe jetzt an.