Grüne Branche

Finanzloch Iga Rostock

Das Finanzloch der Internationalen Gartenausstellung (Iga) Rostock ist nach Angabe der Ostsee-Zeitung (OZ) weit höher als bisher angenommen und liege bei 3,5 Millionen Euro. Man sei trotz der 2,6 Millionen Besucher nicht auf die erwarteten Erlöse gekommen, räumte Iga-Geschäftsführer Wilhelm Fax inzwischen ein, es fehlten vier Millionen Euro. Dieses Minus resultiere aus den verbilligten Abend- und Umweltbildungstickets sowie den Dauerkarten. Im kommenden Jahr, berichtet die OZ, kämen zu den geplanten Rückbaukosten in Höhe von 610000 Euro weitere 1,5 Millionen Euro. In diesem Betrag enthalten sind auch offene Forderungen von Firmen, die an der Iga beteiligt waren. Dass die Iga mit einem Minus von 3,5 Millionen abgeschlossen hat, sei angesichts der hunderte von Millionen Investitionen nicht als Misserfolg zu werten, betont ZVG-Präsident Karl Zwermann (Usingen). Zu den noch offenen Rechnungen meinte er, die GaLaBau-Betriebe bekämen alle das Geld, das ihnen zustünde. Die Stadt habe inzwischen beschlossen, von ihren Rücklagen das Defizit der Iga zu tragen. Zudem werde es auch eine Nachnutzung des Iga-Geländes geben. Dafür habe die Stadt Rostock bereits insgesamt 1,5 Millionen Euro bewilligt.