Grüne Branche

Finanzmarkt aktuell: Wende bei den Energiepreisen?

Wegen der stark gestiegenen Energiekosten fordern die G7-Länder eine höhere Ölförderung. Auch Rufe, die Öl-Notreserven zu nutzen, werden lauter. Sollte sich das Nachfrageverhalten der Unternehmen und Verbraucher in den nächsten Monaten nicht grundsätzlich ändern, so werden auch die Preise für Benzin und Diesel auf dem bisherigen Niveau pendeln oder sogar noch weiter steigen. 

Seit Anfang Juni haben die Ölpreise in Europa um knapp 30 Prozent zugelegt, in den USA gibt es einen Zuwachs von 20 Prozent. Entsprechend steigen die Kosten für Unternehmen, die das Öl zur Produktion nutzen, sowie für Verbraucher und Unternehmer, die Benzin, Diesel und Heizöl kaufen.

Seit Anfang Juli darf die EU kein iranisches Öl mehr importieren. Zuletzt waren die Ölpreise nicht nur wegen der Furcht vor Lieferengpässen bedingt durch eine Eskalation der Situation im Nahen Osten geklettert. Es gab außerdem wartungsbedingte Produktionsausfälle in der Nordsee und die Ölförderung im Golf von Mexiko wurde wegen des Hurrikans Isaac behindert. Demzufolge hat Saudi-Arabien und der Irak die Produktion erhöht.

Wie sich die unterschiedlichen Benzinpreise in der Welt zusammensetzen, erläutert Heiner Wurm von der Landwirtschaftskammer NRW in der aktuellen TASPO Ausgabe 37/2012. Außerdem zeigt er Tipps und Markttrends auf, thematisiert die Inflation im „grünen Bereich“ und erklärt, warum China für uns so wichtig ist. (lwk/ts)