Grüne Branche

FloraHolland: kleines Plus in 2013

FloraHolland schloss das Jahr 2013 mit einem Umsatz von 4,35 Milliarden Euro ab. Die Königliche Genossenschaftliche Blumenversteigerung konnte damit nach eigenen Angaben ein Wachstum von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

Bei den Schnittblumen erhöhte sich der Umsatz um zwei Prozent. Foto: FloraHolland

Auch wenn der Absatz zum Ende des Jahres etwas anzuziehen schien, sei 2013 insgesamt gesehen ein schwieriges Jahr gewesen. Viele Betriebe der Branche stehen laut FloraHolland unter Druck und die Exporte sind erstmals seit längerer Zeit um einige Prozentpunkte zurückgegangen. Dass die Umsätze der Vermarktungsorganisation in diesem schwierigen Jahr gestiegen sind, sei ein Beleg für die Stärke der Genossenschaft.

Die niederländische Zierpflanzenbranche als Ganzes sei auch 2013 eine sehr wichtige Stütze für die Gartenbaubranche und ebenso die niederländische Wirtschaft gewesen.

Über FloraHolland als größte internationale Handelsplattform der Welt wurden 2013 den Angaben zufolge insgesamt 12,4 Milliarden Produkte abgesetzt. Dank der im Durchschnitt gestiegenen Preise konnte FloraHolland eine Umsatzsteigerung erzielen. Trotz Unterschieden in einzelnen Produktgruppen hätten die Produzenten 2013 für ihre Blumen und Pflanzen durchschnittlich um gut zwei Prozent höhere Preise als im Vorjahr erzielt.

Höhere Absatzmengen verzeichneten 2013 Schnittblumen und Zimmerpflanzen, die über FloraHolland verkauft wurden. Bei Gartenpflanzen wurde ein Absatzrückgang notiert, der zu einem wesentlichen Teil auf das lang anhaltende Winterwetter im Frühjahr zurückgeführt wird. In der größten Produktgruppe, den Schnittblumen, erhöhte sich der Umsatz um zwei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Dabei stieg nach der Bilanz von FloraHolland der Durchschnittspreis, während die Handelsmenge um 0,9 Prozent geringfügig abnahm.

Bei der Produktgruppe Zimmerpflanzen legten sowohl die Preise als auch die Handelsmengen zu. Der Umsatz belief sich auf 1,5 Milliarden Euro, was laut FloraHolland einem Plus von 1,9 Prozent entspricht, wobei die Stückzahl um 1,1 Prozent anstieg. Die Produktgruppe der Gartenpflanzen zeigte einen Umsatzrückgang von 2,2 Prozent, den FloraHolland auf einen Mengenrückgang um 3,2 Prozent bei einem gleichzeitig leicht gestiegenen Durchschnittspreis zurückführt.

Die Verschiebung vom Absatz über die Versteigerung hin zum Direktabsatz über FloraHolland Connect ist 2013 deutlich erkennbar, führt die Vermarktungsorganisation weiter aus. Der Versteigerungsumsatz nahm demnach 2013 um 4,7 Prozent ab und belief sich auf 2,2 Milliarden Euro. Der bei FloraHolland Connect erzielte Umsatz von 2,1 Milliarden Euro bedeute dagegen eine Steigerung um 9,3 Prozent. Im gesamten Jahr wurden 51,5 Prozent des Gesamtumsatzes über die Versteigerung abgewickelt, heißt es weiter. 2012 lag diese Quote noch bei 55 Prozent.

FloraHolland stellt sich auf die Verschiebung zwischen den Absatzwegen ein, die zu einem geringeren Arbeitsanfall und weniger Gewinn führten. Im Herbst 2013 gab das Unternehmen bekannt, einige dazu erforderliche Maßnahmen treffen zu müssen. Dazu gehörten Änderungen am Dienstleistungsangebot und die Vereinfachung der Geschäftsabläufe, wobei der Fokus des Unternehmens mehr auf das Produkt und den Absatz der Mitglieder ausgerichtet werde. (hlw)