Grüne Branche

FloraHolland: Preise im August höher bei kleinerer Menge

Die Urlaubszeit in vielen Ländern prägte nach Angaben von FloraHolland den Absatz im August 2013, der zudem von warmer Sommerwitterung gekennzeichnet war. Im August ist nach den Erfahrungen des niederländischen Großvermarkters die Nachfrage nach Blumen und Pflanzen in der Regel niedriger, weil in den meisten der Absatzländer große Teile der Bevölkerung im Urlaub sind. Dieser Umstand wird nach Möglichkeit bereits bei der Produktion berücksichtigt.

Schnittblumenvermarktung bei FloraHolland. Werkfoto

Der erste Schultag in Russland (1. September) gilt laut Marktbericht von FloraHolland für August 2013 als der Auftakt zur zweiten Saisonhälfte. Zum Monatsende kam der Handel daher auch wieder in Fluss. Im Juli war der Export in die wichtigsten Länder – Deutschland, Großbritannien und Frankreich – noch zurückgeblieben, allerdings bei leicht ansteigenden Exportzahlen nach Russland. Auch der Druck auf den Versteigerungsanteil bei den Blumen und Pflanzen hielt an.

Im August wurden schließlich 0,2 Prozent weniger Umsatz als im Vergleichsjahr 2012 erzielt, bei einem um 6,3 Prozent kleineren Volumen. Der Durchschnittspreis lag bei 0,341 Euro und war somit um 2,1 Cent höher.

Innerhalb der Gruppe der Schnittblumen springt dem Bericht zufolge der starke Anstieg von 22 Prozent bei der Anlieferung von Sonnenblumen ins Auge. Dieses typische Sommerprodukt konnte sich über einen guten Absatz freuen, was sich an einem durchschnittlichen Preis von 0,205 Euro zeigte. Das war ein halber Cent mehr als im Vorjahr.

Lilien wurden dagegen in weniger großem Umfang angeliefert (minus 4,5 Prozent). Das führte zu einem Preisgewinn von rund 4,5 Cent pro Stiel. Auch Lisianthus zeigte sich bei der Anlieferung erheblich bescheidener als im Vergleichsjahr 2012 (minus 11,3 Prozent). Gladiolen stiegen im Preis um fast drei Cent bei 8,7 Prozent weniger Stielen.

Für Rosen und Buschchrysanthemen stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls die Preise. Beide verzeichneten einen Lieferrückgang von gut sechs Prozent. Diese Produkte sind den Angaben nach insbesondere bei russischen Abnehmern sehr beliebt. Der Schnittblumenumsatz stieg im August 2013 um 0,8 Prozent bei 6,8 Prozent weniger Stielen. Der Durchschnittspreis war mit 0,206 genau anderthalb Cent höher.

In der Gruppe der Zimmerpflanzen war das Angebot an Phalaenopsis – dem wichtigsten Vertreter in der Gruppe – gut vier Prozent höher als vergangenes Jahr. Das habe Druck auf den Markt erzeugt und zu einem durchschnittlichen Preis von 3,275 Euro (minus 3,9 Prozent) geführt. Das Angebot an Topfchrysanthemen ging stark zurück (minus 17,7 Prozent), wodurch die Preisbildung etwas Luft erhalten habe. Ein Durchschnittspreis von 0,952 Euro bedeutete fast 13 Cent mehr. Spathiphyllum verzeichnete ein ähnliches Bild. Der Lieferrückgang von fast elf Prozent führte zu einem höheren Preis, heißt es weiter.

Die Topfrosen wurden nach wie vor in ordentlichem Umfang angeliefert (plus 14 Prozent). Der Preis war recht stabil und lag bei etwa einem Euro. Auch die grünen Vertreter Ficus und Dracaena erzielten bei einem größeren Angebot (plus 9,6 Prozent) höhere Preise als im August des Vorjahres. Bromelia schnitt bei 6,6 Prozent weniger Töpfen mit 1,802 Euro (plus 22,7 Cent) preislich ebenfalls erheblich besser ab. Der Zimmerpflanzenumsatz sank im vergangenen Monat um ein halbes Prozent bei einem 2,2 Prozent kleineren Volumen. Der Durchschnittspreis lag bei 1,577; gut 2,5 Cent mehr.

Preise von Gartenpflanzen standen laut FloraHolland im August unter Druck. Gartenhortensien brachten 2,88 Euro ein, bei einer um 7,3 Prozent reduzierten Stückzahl. Das waren fast 40 Cent weniger als im Vorjahr. Auch Hebe war knapp sieben Cent billiger bei 4,7 Prozent mehr Pflanzen. Der Umsatz bei Gartenpflanzen war um 6,3 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, bei einer vermehrten Anlieferung von 1,6 Prozent. Dadurch wurde ein durchschnittlicher Preis von 1,003 Euro erzielt, was einem Rückgang um 8,5 Cent entspricht. (ts/fh)