Grüne Branche

FloraHolland: sinkende Preise im Mai

Die niederländische Vermarktungsorganisation FloraHolland hat ihren Monatsbericht für Mai vorgelegt. Demnach waren sinkende Preise bei den meisten Produkten zu verzeichnen. Der diesjährige Mai war auch im Nachbarland ziemlich warm und regenreich, während er im Jahr davor eher trüb mit wenig Sonne und kühler war. 

Sinkende Preise verzeichnete FloraHolland im Mai bei den meisten Produkten. Foto: FloraHolland

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete FloraHolland am westeuropäischen Muttertag (11. Mai) einen schlechteren Absatz. Dies war vor allem den zahlreichen Produkten mit niedrigeren Durchschnittspreisen zuzuschreiben. Die Gartenpflanzen konnten nicht vom günstigen Wetter im Mai profitieren, heißt es weiter. Der Durchschnittspreis erreichte nicht das Niveau des Jahres 2013, nur die Preise für Zimmerpflanzen waren etwas höher. Hierbei spielte sicher auch das kleinere Angebot eine Rolle, vermutet die Vermarktungsorganisation.

Beim Umsatz schloss der Mai 2014 bei gleicher Zahl an Versteigerungstagen wie im Vorjahr mit einem Minus von 17,3 Prozent ab, wobei die Stückzahl um 7,2 Prozent geringer ausfiel als 2013. Als Durchschnittspreis ermittelte FloraHolland 0,383 Cent, was einer Steigerung um knapp einen Cent entspricht.

Bei den meisten Schnittblumen fiel die Preisentwicklung dem Bericht zufolge negativer aus als im Mai 2013. Im Mai 2014 ging der Umsatz für Schnittblumen bei 4,9 Prozent weniger Stielen um 15 Prozent zurück, fasst FloraHolland für diesen Bereich zusammen. Der Durchschnittspreis betrug 0,23 Euro, somit 2,7 Cent weniger als 2013.

Bei allen wichtigen Zimmerpflanzen stand FloraHolland ein kleineres Angebot zur Verfügung. In den meisten Fällen führte dies zu einem hohen Durchschnittspreis. Doch beim größten Umsatzlieferanten Phalaenopsis musste der Preis bei fünf Prozent geringerem Lieferumfang um 13 Cent im Vergleich zum Mai 2013 gesenkt werden. So vielfach auch bei Anthurium und Hydrangea. Dagegen stieg der Durchschnittspreis bei Topfrosen bei einem um 15 Prozent geringeren Lieferumfang um 14 Cent. Ähnlich war es bei Kalanchoe. Die Gruppe der Zimmerpflanzen schloss mit 14,8 Prozent geringerem Umsatz ab als im Mai 2013 bei 16,3 Prozent geringerer Stückzahl. Der Durchschnittspreis lag mit 1,929 Euro um 3,3 Cent höher.

Infolge des warmen Frühjahrswetters hat die Saison bei Gartenpflanzen bereits vor einigen Wochen begonnen. Die Stückzahlen waren im Vergleich zum Mai 2013 wesentlich geringer. Und angesichts des Preisdrucks bei den meisten Produkten scheinen die Wiederholungskäufe zu stagnieren, so FloraHolland. Im Mai wurden 27 Prozent weniger Geranien geliefert und der Durchschnittspreis sank um 15 Cent. Der größte Einbruch wurde bei Spanischen Margeriten verzeichnet; hier gab der Preis um zwei Cent nach. Auch Gartenhydrangea schnitten schlechter ab. Insgesamt brachten Gartenpflanzen bei einem um 25,3 Prozent kleineren Volumen 1,3 Prozent mehr ein als im Mai vorigen Jahres. Der Durchschnittspreis betrug knapp 1,00 Euro, somit um fünf Cent unter dem Vorjahrespreis. (fh/ts)