Grüne Branche

FloraHolland will Direktverkäufe stärken

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Die Royal FloraHolland geht von einem weiteren Rückgang der Umsätze an der Uhr aus. Deshalb plant das Unternehmen eine Online-Plattform, die den weltweiten Direktverkauf von Schnittblumen und Pflanzen fördern soll. Auch die logistischen Prozesse sollen zeitnah angepasst werden.

Die angedachte Online-Plattform der Royal Flora Holland soll 24 Stunden pro Tag erreichbar sein und den weltweiten Absatz von Schnittblumen und Pflanzen fördern. Foto: FloraHolland

Veränderung nötig, auch wenn die Uhr weiter eine wichtige Rolle spielt

Auch wenn die Uhr für die Versteigerung weiterhin eine wichtige Rolle spiele, sei eine Veränderung nötig, heißt es in einem News-Beitrag auf der Webseite der Royal FloraHolland.  

„Der Druck auf unser aktuelles Business-Modell wächst weiter, das wird sich nicht ändern. Die Direktverkäufe sind um 65 Prozent gestiegen, deshalb werden auch die Verkäufe an der Uhr weiter zurückgehen. Außerdem gibt es immer mehr Großkunden; auch Anzahl und Fläche der Produktionsbetriebe wachsen. Zudem wird die Logistik immer kleinteiliger, denn inzwischen werden immer häufig kleinere Mengen ausgeliefert. Deshalb muss die Logistik vom Handel abgekoppelt werden, um die Kosten in einem bezahlbaren Rahmen zu halten“, erklärt Roland Teerds. Programmdirektor der Versteigerung von „morgen“.

Schnittblumen und Pflanzen: Markt der Zukunft in Asien

Dass künftige Märkte auch außerhalb Europas liegen, dürfe die Royal FloraHolland ebenfalls nicht vergessen. „In Asien wächst der Wirtschaftszweig Gartenbau jährlich um sechs Prozent“, so Teerds weiter. Deshalb liege dort auch der Markt der Zukunft, selbst wenn weitere Geschäftskontakte in Europa geknüpft werden.

„Das ist auch der Grund wieso wir an eine Online-Plattform glauben, auf die Kunden und Produzenten 24 Stunden pro Tag zugreifen können. Außerdem hält ein solches Modell die Preise stabil“, ist sich Teerds sicher. Eine zuverlässige Logistik sei in diesem Zusammenhang die Grundvoraussetzung. „Wir planen eine Online-Versteigerung, die vormittags laufen soll. Außerdem sind wir sehr darauf aus, Kosten zu reduzieren“, erklärt der Programmdirektor.

Royal Flora Holland will Logistik überarbeiten

Das Unternehmen will logistische Prozesse überarbeiten und neu aufstellen. Erste Ansätze sollen im Sommer ausgearbeitet werden. „Wir haben uns nun auf eine Richtung für die Zukunft geeinigt, nun müssen wir nur noch festlegen, wie die Versteigerung von morgen genau aussehen soll“, so Teerds weiter. Die Royal FloraHolland möchte zuerst kleine Pilotprojekte auf den Weg bringen und im Dezember auf der Basis dieser ersten Erfahrungen eine Agenda präsentieren.