Floralia gibt Gartenbau Sparte auf

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Zum Jahresende stellt Floralia seine Aktivitäten im Gartenbau Segment ein. Foto: Screenshot

Im Zuge der Insolvenz des Cottbusser Unternehmens Floralia wurde nun bekannt gegeben, dass sich der Betrieb zum Ende des Jahres von seiner Gartenbau Sparte trennen werde. Betroffen davon seien 16 Mitarbeiter.

Suche nach möglichen Investoren bleibt erfolglos

Nachdem der Berliner Insolvenzverwalter Dr. Florian Linkert (Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff) vorläufig eingesetzt wurde, begannen Gespräche mit potentiellen Kaufinteressenten. Die Suche nach einem Investor blieb allerdings erfolglos. Wie die Lausitzer Rundschau berichtet verkündete Linkert auf einer Mitgliederversammlung am Dienstag, dass es „für das Unternehmen im Ganzen nicht gelungen ist, einen Kaufinteressenten zu finden.“ Und das trotz intensiver Suche nach einem Investor. So müsse man sich zukünftig aus der Sparte Gartenbau zurückziehen, da in den vergangenen Monaten im Segment Garten- und Landschaftsbau so gut wie keine Aufträge mehr erteilt wurden. Floralia werde sich zukünftig also auf den Handel und die Floristik konzentrieren. Das Aus für die Gartenbau-Sparte bedeute auch das Aus für insgesamt 16 Mitarbeiter. Einer davon habe bereits selbst gekündigt. Der Betrieb im Gartencenter und in sieben von insgesamt acht Verkaufsfilialen werde wie die Lausitzer Rundschau berichtet bis auf Weiteres fortlaufen.

Unternehmen meldete im August Insolvenz an

Im August 2019 wurde bekannt, dass die genossenschaftlich organisierte Floralia zahlungsunfähig sei und demnach Insolvenz angemeldet habe (TASPO Online berichtete). Einer der Gründe für diese Insolvenz sei die langanhaltende Dürre im Sommer 2019 gewesen. Der Umsatz sei in dieser Phase deutlich eingebrochen. In Zahlen ausgedrückt seien dem Unternehmen Einnahmen von rund 200.000 Euro weggebrochen. Zunächst hieß es, dass der Betrieb wie gewohnt weiterlaufe. Die knapp 100 Beschäftigten bezogen ihr Gehalt aus dem Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Wie die Lausitzer Rundschau berichtete, meldeten sich Mitarbeiter anonym zu Wort und ließen übereinstimmend verlauten, dass sich die Krise bereits über einen längeren Zeitraum angekündigt habe, da zukunftsweisende Investitionen in den Betrieb seitens der Geschäftsführung ausblieben.

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