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Floralia-Insolvenz: Mitarbeiter übernehmen Filialen

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Im August wurde bekannt, dass das Cottbusser Unternehmen Floralia Gartenbau eG Insolvenz beantragt hat. Nachdem kein passender Investor gefunden werden konnte und zunächst die Gartenbau-Sparte schließen musste, wurden nun insgesamt vier Filialen von Floralia-Mitarbeitern übernommen.

Vier Floristikfachgeschäfte des Floralia Filialnetzes konnten an neue Inhaber übergeben werden. Foto: Screenshot (August 2019)

Unternehmen meldet sich im Sommer 2019 zahlungsunfähig

Als im Sommer die Zahlungsunfähigkeit des Lausitzer Traditionsunternehmens bekannt wurde, begründete das Unternehmen die Insolvenz mit den zurückliegenden Wetterkapriolen. Demnach seien dem Betrieb Umsätze in Höhe von circa 200.000 Euro weggefallen. Dennoch sollte der Geschäftsbetrieb ununterbrochen weitergeführt werden. „Floralia ist ein Traditionsunternehmen mit exzellentem Ruf und treuer Kundschaft. Das ist eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Sanierung“, erklärte der eingesetzte Insolvenzverwalter Dr. Florian Linkert (Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff) damals. Die Suche nach einem Investor blieb trotz vielversprechender Gespräche allerdings erfolglos.

Schließung verschiedener Sparten zum Ende 2019

Bedingt durch die erfolglose Suche nach Investoren, wurden zum Ende des vergangenen Jahres zunächst die Gartenbau-Sparte (TASPO Online berichtete) geschlossen. Floralia wollte sich zukünftig mehr auf den Handel und die Floristik konzentrieren. Der Betrieb im Gartencenter und in sieben von insgesamt acht Verkaufsfilialen sollte laut Lausitzer Rundschau bis auf Weiteres fortlaufen. Wie nun bekannt wurde, musste auch das Gartencenter zum 31. Dezember 2019 geschlossen werden, ebenso wie die verbliebenden Verkaufsfilialen. Von diesen konnten nun aber doch noch insgesamt vier erhalten werden. „Da wir trotz aktiver Investorenansprache im In- und Ausland leider keinen Kaufinteressenten für das Unternehmen als Ganzes finden konnten, ist es schon ein kleiner Erfolg, dass wenigstens ein Teil des Filialnetzes erhalten bleibt,“ zitiert die Lausitzer Rundschau Linkert.

Vier Floristikfachgeschäfte konnten verkauft werden

Die vier Ladengeschäfte in und um Cottbus wurden zum 1. Januar 2020 verkauft und an neue Inhaber übergeben, die allerdings eine Floralia-Vergangenheit haben. Zuvor waren die neuen Geschäftsinhaber angestellt bei Floralia und haben mit der Übernahme den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Zudem wurden acht ehemalige Mitarbeiter von den neuen Geschäftsinhabern übernommen, dass insgesamt zwölf Angestellte der Floralia eG weiterhin erwerbstätig sind.