Grüne Branche

Floriga: Drehscheibe nach Osteuropa

Die Statements der Gäste waren kurz, die Liste der Aussteller zeigte sich deutlich länger, als die des Vorjahres (rund 280 Aussteller diesmal, 260 im Vorjahr). Die Zahl der Besucher lag bei 10400, vor allem wetterbedingt lag sie um rund fünf Prozent unter dem Vorjahr. Aus dem Ausland kamen 45 Aussteller, wobei Polen mit 22 Betrieben die Spitze bildete. Elf reisten aus Tschechien an und vier aus Ungarn. Leipzig, hieß es zur Eröffnung, nehme als Gärtnerbörse eine Schlüsselstellung im Hinblick auf die „grüne“ Osterweiterung der Europäischen Union ein. Natürlich spielten dabei die bis zur Wende bestehenden Kontakte eine große Rolle. So bezeichnete Dr. Gerald Thalheim, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, den Blick der Floriga nach Osten als ihre große Chance. Im vergangenen Jahr habe es auf beiden Seiten noch erhebliche Ängste und Vorbehalte gegeben. Jetzt hätten sich die Kontakte gefestigt und es bestehe ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Leipzig sei die Drehscheibe zum Osten. Die Geschäfte der Pflanzenanbieter, diese Gruppe bildet neben dem Floristikbedarf den Kernpunkt der Floriga, waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Als wesentliche Gründe dafür genannt wurden die geradezu katastrophal abgestürzten Umsätze in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres und die weiter zurückgehende Kaufkraft beim Verbraucher (Hartz IV!). Im Mittelpunkt des Besucherinteresses stand auch dieses Jahr neben dem Kaufen und Verkaufen die Floristikschau Trend 2005.