Grüne Branche

Floriga zeigt Trends für Ostern und Muttertag

Die Fachbörse Floriga erfreut sich nach wie vor der Beliebtheit bei Anbietern und Besuchern. Über 200 Aussteller, darunter auch solche aus Polen und Tschechien, stellten am 26. Februar in Halle 4 der Leipziger Messe aus, und es kamen knapp 5.000 Besucher. 

Zur Floriga kamen über 200 Aussteller und knapp 5.000 Besucher. Foto: Dietrich Baumann

Die Floriga entwickelte sich nicht nur zu einem Käufer-/Verkäufer-Geschäft, sie ist auch Ort der Kontaktaufnahme und Bühne einer Floristikshow. Ihr Thema dieses Jahr: „Holz im Frühling“. Neu war diesmal die Verbindung zur Geschenkemesse Cadeaux. Am besten gingen Jungpflanzen und das ganze Angebot an Floristenbedarf unter dem Thema Ostern und Muttertag. Hier warben 42 Aussteller um die Besuchergunst.

Winfried Kaiser, Präsident des gastgebenden Landesverbandes, bezeichnete die Floriga als Orientierungshilfe und als einzigen Treffpunkt der Branche im ostdeutschen Raum. Leipzig sei ein guter, leider auch teurer Ort. Er bedauerte, dass sich der Zentralverband Gartenbau (ZVG) nicht mit eigenem Stand beteiligte. Es wäre auch gut, betonte Kaiser, wenn sich der Baumschulverband und der GaLaBau-Verband des Landes noch intensiver um die Begleitung der Floriga bemühen würden als bisher schon.

Zur gegenwärtigen Situation stellte Kaiser fest, dass die Stimmung gedrückt sei. Das missliche Wetter habe die Umsätze arg zurückgehen lassen. Auch mussten wieder einige Betriebe aufgeben. Zu den Bewegungen im Sortiment sagte Kaiser, Cyclamen wären heftig im Abwind, bei Blumenzwiebeln gebe es kaum Zuwachs, die Poinsettien konnten befriedigen. Mehr und mehr setze sich auch in Sachsen die industriemäßige Produktion durch. Das entspreche auch den Absatzchancen bei den Handelsketten. Natürlich behalte auch der Fachhandel seine Bedeutung. Bei Investitionen mache sich immer wieder bemerkbar, dass es ostdeutschen Betrieben an Eigenmitteln fehle.

Zur geplanten Fusion der Verbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sprach Kaiser von einem positiven Verlauf. Es gebe ständige Absprachen zwischen den Geschäftsführern, und bis Jahresende würden klare Vorstellungen über die Details der Fusion erarbeitet.

ZVG-Präsident Heinz Herker sprach vom Strukturwandel in der Branche. Die Zahl der Betriebe nehme ab, der Anteil industriemäßiger Produktion deutlich zu. In den Städten etablierten sich immer mehr große Anbieter. Dieser Trend sei auf dem Land nicht so deutlich. Seine Bitte an die Gärtner: „Passen Sie Ihre Preise nach oben an!“ (bau)