Grüne Branche

Floristen: Tarifverhandlung auf den 8. April vertagt

Die Tarifkommission der IG BAU hat die Tarifverhandlungen zu den Entgelten für die Beschäftigten in der Floristik auf den 8. April vertagt. Die Gewerkschaft hofft, damit ihren Forderungen in den Betrieben Nachdruck zu verleihen. 

Die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten in der Floristik fand bundesweit am 5. März in Frankfurt statt. Laut IG BAU würden die intensiven Verhandlungen Hoffnung geben, den Forderungen zumindest für die westlichen Bundesländer ein gutes Stück näher zu kommen.

Die IG BAU hatte das Tarifgespräch mit folgenden Forderungen eröffnet:

  • Die Lohnniveauangleichung im Entgelttarifvertrag zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern müsse endlich umgesetzt werden, inbegriffen der Arbeitszeit „Ost“ (41 Stunden pro Woche) auf „West“ (39 Stunden pro Woche) anzupassen.
  • Die überproportionale Erhöhung der Entgeltgruppe A1 muss die Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde erreichen.
  • Die Erhöhung der Einkommen um 6,5 Prozent mit einer Laufzeit von 18 Monaten.
  • Die Verdopplung der vermögenswirksamen Leistungen auf 13,30 Euro monatlich beziehungsweise auf 20,46 Euro, wenn die Anlageform als Altersversorgung dient.
  • Die überproportionale Anhebung der Auszubildendenvergütung.

Der IG BAU-Vorschlag einer Vereinbarung zur Lohnangleichung im Entgelttarifvertrag für die Floristikfachbetriebe und Blumen- und Kranzbindereien in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an das Niveau in den alten Bundesländern wurde arbeitgeberseitig zur Kenntnis genommen, aber zum jetzigen Zeitpunkt als nicht verhandelbar eingestuft. Dennoch würden Stundenlöhne zwischen 4,40 Euro in der untersten und 8,20 Euro in der obersten Entgeltgruppe in den östlichen Bundesländern bezüglich Armutsszenarien ebenso als Problem angesehen.

Insofern werde am 8. April nur der Entgelttarifvertrag der westlichen Bundesländer verhandelt. Nach einem möglicherweise einvernehmlichen Abschluss rücken laut IG BAU zeitnah die Gespräche der Entgelttarifverträge in den östlichen Ländern auf die Tagesordnung. (ts)