Grüne Branche

Flormart: hohe Erwartungen an die internationale Gartenbaufachmesse

Dieses Jahr wird die Fachmesse Flormart im italienischen Padua wie nie zuvor der wichtigste Termin für den Gartenbau in Italien sein, so die Aussage des Veranstalters Padova Messe. Bereits auf großes Interesse stoße die Innovation „Ideenkorridor“, bei dem die Aussteller die Möglichkeit haben werden, ihre Neuheiten in einem Rahmen vorzustellen, der sie ins Rampenlicht für alle Besucher stellen wird. 

Vom 13. bis 15. September werden in Padua auf 38.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 1.000 Aussteller und 25.000 Fachbesucher erwartet. Die Wirtschaftskrise und ein besonderer Wetterverlauf hätten eines der größten Probleme der italienischen Produzenten verschärft: die Energiepreise.

Wie bedeutsam die kommende Flormart für die Branche ist und was sie zugunsten der Produzenten beitragen kann, fragte die Padova Messe unter anderem den Kakteen-Jungpflanzen-Produzenten Silvano Di Primio, Besitzer der Vivai del Ponte di Ceppagatti in der Provinz Pescara.

Auf die Frage, wie die Geschäfte zu Jahresbeginn liefen und ob es Einbußen durch das schlechte Wetter gab, antwortet Di Primio: „Der Blumen- und Pflanzenhandel ist seit eh und je stark vom Wetter abhängig. Wir hatten einen sehr guten Jahresbeginn mit dem geplanten Verkauf von Kakteen, die ins Ausland gehen. Der Verkauf in Italien blieb schwach und stagnierte dann dramatisch während und nach den außergewöhnlichen Schneefällen im Februar, die zudem die Lieferung der Jungpflanzen in die Länder jenseits der Alpen bremste. In der zweiten Märzhälfte erreichten wir das gewohnte Niveau, teils auch mehr.“

Die Wirtschaftskrisen führen dazu, über die Gründe und mögliche Auswege nachzudenken, so Di Primio. Der Beitrag der Flormart sollte folgender sein: eine Strategie zu entwickeln, um die Blumen- und Pflanzenproduzenten im Übergang zu einer besseren Konjunktur zu unterstützen.

Dies bedeute nicht nur, neue Vertriebsmärkte im Ausland zu erschließen, sondern auch die ganze Bandbreite von Blumen- und Pflanzenprodukten an eine herausgehobene Handelsbörse zu bringen, zu vernünftigen Preisen, mit qualitativ hochwertigen Dienstleistungen, um die Neugier des nunmehr passiven Besuchers wieder zu erwecken.

Die Padua Messe möchte nach eigenen Angaben den Ratschlägen wie denen von Di Primio und anderen Ausstellern und Besuchern folgen. Es handle sich um hilfreiche Beiträge, um die Veranstaltung zu verbessern und auf nationaler und internationaler Ebene noch mehr Geltung zu verleihen, heißt es weiter.

Dem schon beobachteten Zurückholen der gesamten Range an Gartenprodukten auf die Messe wird laut der Padua Messe weiter Rechnung getragen, und man fahre fort, nach und nach jene Sektoren zu erneuern, die sich in den vergangenen Jahren von der Messe entfernt hatten. (ts)