Grüne Branche

Flüchtlinge lernen Landschaftsgärtner

, erstellt von

Gelebte Integration: In Baden-Württemberg haben jetzt gleich vier Flüchtlinge eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner begonnen. An den Garten- und Landschaftsbau „herangetastet“ hatten sich die frischgebackenen Azubis jeweils vorab in einem Praktikum.

Gevara Abdallah beim Obstbaumschnitt. Foto: VGL-BW

Bewusste Entscheidung für den Beruf des Landschaftsgärtners

Einer von ihnen ist Mohammed Kabir, der seit drei Jahren in Deutschland lebt. Nach einer Woche Probearbeit bei der Scherer GmbH in Sölden, einem Mitgliedsbetrieb des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg (VGL-BW), hat sich der Algerier bewusst für eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau entschieden.

„Ich möchte den Beruf des Landschaftsgärtners erlernen, weil ich gerne – auch bei Wind und Wetter – in der Natur arbeite“, sagt Kabir. „Der Umgang mit den Materialien hat mir im Praktikum sehr viel Spaß gemacht und ich möchte unbedingt noch vieles dazu lernen.“

Syrischer Flüchtling hat sich gut ins Team integriert

Ganze sechs Monate Praktikum hat Gevara Abdallah bei der Albrecht Bühler Baum und Garten GmbH im Raum Stuttgart absolviert – und dabei laut Geschäftsführer Albrecht Bühler „viel Freude und Engagement“ gezeigt. „Nach knapp sechs Monaten Praktikum kann ich sagen, dass sich Gevara Abdallah sehr gut ins Team integriert“, so der Regionalvorsitzende Stuttgart des VGL-BW.

Ein kleiner Stolperschein ist für den Syrer im Moment noch die deutsche Sprache. „Vor allem muss ich die Fachbegriffe noch lernen“, sagt Abdallah. Dafür ist die Arbeit als Landschaftsgärtner in seinen Augen sehr abwechslungsreich. Und: „Ich arbeite gerne mit Maschinen, die ich aus Syrien nicht kannte“, so der Neu-Azubi.

Willkommenslotsen stehen GaLaBau-Betrieben mit Rat und Tat zur Seite

Um ausbildenden GaLaBau-Betrieben und Flüchtlingen den Einstieg zu erleichtern, arbeitet seit Anfang Juli Andreas Haupert als Willkommenslotse im VGL-BW. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, den Betrieben bei der Einstellung von Flüchtlingen hilfreich zur Seite zu stehen. Außerdem soll Flüchtlingen die Beschäftigungsperspektive erläutert werden. Denn, so Haupert: „Die Integration soll gelingen und gerade eine Ausbildung ist das Fundament für eine erfolgreiche Karriere.“