Grüne Branche

Forderung zur EEG-Reform 2014: Rohstoffe für Erden sichern

Rohstoffe für die Erdenwirtschaft sichern – das fordern Verbände in einem Positionspapier anlässlich der EEG-Reform 2014. Im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hat der Industrieverband Garten (IVG) in Abstimmung mit dem Zentralverband Gartenbau, der Bundesgütegemeinschaft Kompost und der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen das Papier verfasst und den involvierten Ministerien und Behörden zugeleitet. 

Rindenprodukte wie Holzhackschnitzel haben bei den alternativen einheimischen Substratausgangsstoffen eine besonders große Bedeutung. Foto: Margit Power/Fotolia

Im Kern geht die Forderung dahin, über flankierende Maßnahmen Rohstoffe für die Erdenwirtschaft zu sichern.

Ziel ist, die Situation für den Einsatz alternativer Substratausgangsstoffe zu verbessern und damit Ressourcenschonung betreiben zu können, sprich: Torf einzusparen. Die Erdenwirtschaft setze bereits jetzt zunehmend auch alternative Substratausgangsstoffe ein – bereits nahezu zwei Millionen Kubikmeter jährlich bei einer Gesamtproduktion von 9,5 Millionen Kubikmeter. Das mögliche Einsatzpotenzial liegt nach Einschätzung des IVG jedoch deutlich höher.

Die Bemühungen der Substratwirtschaft, Torf mit alternativen Ausgangsstoffen zu ersetzen, würden mit der EEG-Reform in jetziger Gestalt aber deutlich erschwert und begrenzt, lautet die Kritik. „Seit der Energiewende hat sich der Fokus der Politik von der stofflichen auf die thermische Verwertung verschoben mit der Folge, dass ein deutlicher Abfluss alternativer Rohstoffe zur Energiegewinnung festzustellen ist“, heißt es im Positionspapier.

Die erforderlichen Liefergarantien für die wichtigen Substitute Rinde und Grüngutkompost stünden aufgrund der energetischen Verwertung zunehmend in Frage. Rinde finde inzwischen Verwendung bei der Produktion von Holzpellets oder werde direkt zur Energiegewinnung verbrannt.

Grüngutkomposte büßten ihre Eignung als Substratausgangsstoff ein, weil holzige Bestandteile herausgesiebt und als Brennstoffe verwendet würden. Für die Erden produzierende Industrie ist diese eingetretene Verknappung alternativer Rohstoffe ein großes Problem, macht das Positionspapier deutlich.

Entsprechende Fördermaßnahmen, auch des EEG, hätten zu einer fragwürdigen Konkurrenzsituation bei der Nutzung bestimmter holziger Biomassen in Deutschland geführt.

Die Verbände begrüßen deshalb die im Koalitionsvertrag verfolgte Zielsetzung, die Förderung der energetischen Verwertung holziger Biomasse zurückzufahren und regen im Positionspapier an, weitere Lenkungsmaßnahmen vorzusehen, die geeignet sind, Rinden und Grüngut zur Herstellung alternativer Substratausgangsstoffe besser verfügbar zu machen, so das Papier. (ts/rve)