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Forschung: Tomaten, die nicht weich werden

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Über die Züchtung von Hybriden konnte die Haltbarkeit von Tomaten bereits erhöht werden. Allerdings leiden unter dieser Methode Farbe und Geschmack der Früchte. Nun gelang es den britischen Wissenschaftlern Graham Seymour und Paul Fraser, ein Gen zu identifizieren, das Tomaten im Reifeprozess weich werden lässt.

Britische Wissenschaftler wollen die Haltbarkeit geernteter Tomaten erhöhen. Foto: Dusan Kostic Fotolia

Tomaten sollen nicht weich werden, aber Farbe und Geschmack stimmen

„Wir wollten in unserer Forschungsreihe dem Gen auf die Spur kommen, das dafür verantwortlich ist, dass geerntete Tomaten nach einer gewissen Zeit weich werden. Gleichzeitig sollten aber alle anderen positiven Aspekte des Reifeprozesses erhalten bleiben. Eine solche Entdeckung würde zu exzellentem Geschmack, außerordentlicher Farbe und einer verlängerten Haltbarkeit in den Regalen der Supermärkte führen“, so Seymour.

Das Projekt wurde von Syngenta, einem der weltweit führenden Produzenten für Tomaten-Saatgut und dem Biological Sciences Research Council finanziert. Durch die Entdeckung sollen Tomaten nicht nur haltbarer werden, sondern in der Folge auch weniger Lebensmittel weggeworfen werden.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten versuchten Wissenschaftler herauszufinden, wie Tomaten im Reifeprozess ihre Zellstrukturen verändern und deshalb weich werden.

Tomaten: Forscher isolieren Gen für Pektatlyase

„Im Labor konnten wir das betreffende Gen bereits deaktivieren. So wurden die Früchte wesentlich langsamer weich, obwohl sich Farbe und Geschmack wie gewohnt entwickelten“, berichtet Seymour.
Das Gen kontrolliert die sogenannte Pektatlyase, die das Pektin in den Zellwänden der Tomaten während des Reifeprozesses abbaut.