Forum zur ökologischen Pflanzenzüchtung

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die LfL-WissenschaftlerInnen des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Foto: Judith Schmidhuber/ StMELF

Bio-Lebensmittel erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. In Bayern ist man zudem bestrebt, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf 30 Prozent zu steigern. Um neue Sorten zu entwickeln und Erzeugern damit unter die Arme zu greifen wurde kürzlich ein Forum zur ökologischen Pflanzenzüchtung gegründet.

Neue Sorten für Ökolandbau entwickeln

Nachdem erst kürzlich ein neues Kompetenzzentrum Ökogartenbau an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) gegründet worden ist und Betrieben bei der Umstellung auf Ökolandbau behilflich sein wird, soll das ebenfalls neu gegründete Forum zur ökologischen Pflanzenzüchtung an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) Erzeuger bereits beim Ausgangsmaterial unterstützen. Demnach sei die Entwicklung neuer Sorten speziell für den Ökolandbau dringend notwendig und Aufgabe der Mitglieder des Forums. Es sollen gemeinsam Zuchtziele erarbeitet und festgelegt und die Erzeuger direkt in die Forschung mit eingebunden werden.

Versuche an fünf Standorten in Bayern

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre habe sich die Anzahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe nahezu verdoppelt und beträgt aktuell laut LfL rund 11.000 Betriebe, die sich einer Fläche von rund 385.000 Hektar in Bayern widmen. An der LfL ist man bereits seit einigen Jahren auf die Forschung zur Öko-Züchtung spezialisiert und bezieht mit der Gründung des neuen Forums nun auch die „abnehmende Hand“ mit in die Züchtung des Saatguts ein. Für anstehende Feldversuche stehen bereits Öko-Flächen zur Verfügung, die von den Bayerischen Staatsgütern (BaySG) und von den Versuchszentren der Landwirtschaftsämter betreut werden. Auch am Standort des Forums in Ruhstorf konnten für Züchtungsversuche sehr gut geeignete Öko-Flächen angepachtet werden. Hier wird Zuchtmaterial unter ökologischen Bedingungen auf Anbaueigenschaften, Resistenzen, Qualität und Ertrag geprüft. Insgesamt werden an fünf Standorten in Bayern Versuche durchgeführt.

„Wichtige Themen vertieft bearbeiten“

„Im neu gegründeten Forum besteht nun die Möglichkeit, wichtige Themen vertieft zu bearbeiten und Informationen für die Entscheidungsträger in der Wertschöpfungskette zu bündeln und bereitzustellen. Durch die enge Kommunikation der verschiedenen Gremien ist so eine besonders schnelle Umsetzung von Zielen in der Ökozüchtung möglich“, freute sich Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Übergabe der Symboltafel zur Gründung der Ökozüchtungsplattform.

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