Grüne Branche

Freisetzung von genverändertem Eukalyptus in den USA

Die US-amerikanische Landwirtschaftsbehörde USDA hat Mitte Mai Freilandversuche mit 200.000 gentechnisch veränderten (gv) Eukalyptusbäumen an 29 Standorten in sieben Bundesstaaten genehmigt. Dies meldet das vom Bundesbildungsministerium geförderte Internetportal biosicherheit.de. Bei den gentechnisch veränderten Bäumen der Firma ArborGen handelt es sich um eine behandelte Hybride aus Eucalyptus grandis und E. urophylla. Die Genehmigung werde heftig, und vor allem von Naturschutzverbänden, kritisiert.

Getestet werden drei neue Eigenschaften: männliche Sterilität, um die Pollenverbreitung zu unterbinden, Kälteresistenz für eine mögliche Ausweitung des Anbaus in nördlichere Regionen der USA sowie ein niedrigerer Ligningehalt. Ein Kälteresistenzgen soll die Bäume bis zu minus acht Grad Celsius ertragen lassen. Ein weiteres Genkonstrukt soll den Ligningehalt im Holz senken, so dass es sich besser für die Papierindustrie eignet. Die Genkonstrukte enthalten auch das Markergen nptII, ferner tragen die Bäume ein gentechnisch übertragenes Barnase-Gen, das die Pflanzen männlich steril machen soll. Nach Angaben von ArborGen sollen die Bäume Rohstoffe für die Papier- und Biodieselherstellung liefern. Die Genehmigung zur Freisetzung gilt für drei Jahre.