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Friedhof: Bischof kritisierte anonyme Bestattung

Dem Friedhof komme innerhalb einer Kultur des Todes und der Trauer besondere Bedeutung zu, sagt Bischof Dr. Gebhard Fürst von der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Bei einer Tagung anlässlich des "Reutlinger Friedhofstages" kennzeichnete der Bischof den Friedhof als "sinnenhaftes Zeichen dafür, dass die Verstorbenen nicht aus der universalen Gemeinschaft der Menschheit herausfallen können".

Er sprach sich gegen anonyme Bestattungen aus. Diese würden dazu beitragen, den Tod unsichtbar zu machen. "Wer sich" - so die Aussage von Bischof Fürst - "anonym bestatten lassen möchte, sollte wenigstens wissen, dass dies mit dem christlichen Glaubenswissen um die unsterbliche Personalität des einzigartigen Menschen - eine der Säulen unserer humanen Kultur - nichts zu tun hat!"

Die Friedhöfe müssten auch künftig öffentliche Zeugnisse der Hoffnung auf Leben über den Tod hinaus sowie der Verbundenheit der Lebenden mit den Toten sein: "Um der Toten, ebenso aber auch um der Lebenden willen!" "Wir werden" - so ein weiterer bemerkenswerter Hinweis von Bischof Fürst - "überlegen müssen, wie wir … das Leben eines Menschen und seinen einmaligen Wert deutlicher machen können."