Grüne Branche

Friedhofsbetrieb geht neue Wege

Menschen mit Handicap finden im Integrationsbetrieb Friedhof der Stadt Worms neue Chancen. Bislang 15 Arbeitsplätze wurden zusätzlich geschaffen. Der Betrieb leistet damit einen Beitrag zur gelebten Inklusion.

Maurermeister Sebastian Dorsch (ganz rechts) beim Anleiten von Verlegearbeiten auf dem Friedhof Leiselheim. Foto: Integrationsbetrieb der Stadt Worms/Knöchel

Im Dezember 2010 hat der Wormser Stadtrat beschlossen, einen wirtschaftlich eigenbetriebsähnlichen Integrationsbetrieb Friedhof Worms (IBF) innerhalb der Stadtverwaltung zu bilden. Start des IBF war der 1. Januar 2011. Damit ist der IBF Worms der einzige Friedhofsbetrieb von mehr als 32.000 in Deutschland, der als Integrationsunternehmen geführt wird; ein bundesweites Pilotprojekt der Stadt Worms. Es entstanden bislang 15 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap zu den bestehenden 37 Arbeitsstellen. Die unbefristete Einstellung erfolgte nach dem Tarifrecht für den öffentlichen Dienst.

Das Gesamtkonzept erstellt hat der Fachbetrieb mit Unterstützung der Integrationsberatungsfirma Inclusia (Worms). Das Integrationsprojekt hat ein Gesamtvolumen von rund 483.000 Euro. Dieses beinhaltet den Aufwand für die Erweiterung des Sozialraumes sowie Beschaffung von Fahrzeugen, Geräten und Maschinen zur Einrichtung der Arbeitsplätze. Das Land Rheinland-Pfalz hat einen Investitionszuschuss von rund 337.500 Euro zur Verfügung gestellt und ausgezahlt. Die restlichen 145.500 Euro waren der Eigenanteil der Stadt Worms.

Es wurden im Konzept neun Stellen nach § 132 SGB IX (Jobcenter und Arbeitsagentur) und sechs Stellen für Personen aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) festgelegt. Für diese Mitarbeiter gibt es in Rheinland-Pfalz ein Sonderbeschäftigungsprogramm des Sozialministeriums – es nennt sich Budget für Arbeit (derzeit eine Bezuschussung der Arbeitgeberbruttokosten in Höhe von 70 Prozent). Lesen Sie mehr in der Friedhofskultur 7/2014 ab Seie 22.