Grüne Branche

Friedhofsgärtner: „AzuBienen-Gräber“ auf der BUGA

Friedhofsgärtner-Azubis gestalten auf der Bundesgartenschau (BUGA) 2015 Havelregion Gräber mit besonderem ökologischen Aspekt. Die sogenannten „AzuBienen-Gräber“ werden mit verschiedenen nektarreichen Stauden für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten bepflanzt. 

Im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ werden auf der BUGA 70 Mustergräber zu sehen sein. Foto: Zweckverband Bundesgartenschau 2015 Havelregion

ZVG-Aktion liefert Idee für Bienengräber

Die Idee zu den Bienengräbern entstand im Rahmen der aktuellen Aktion des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), die umfassend über „Bienen- und Schmetterlingspflanzen direkt vom Gärtner“ informiert. Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) beteiligt sich maßgeblich an dieser Aktion.

Neben den beiden bienenfreundlichen Doppelgräbern legen die Friedhofsgärtner im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ auf der BUGA zehn Mustergräber in fließenden Formen an. Diese werden oft in gärtnerbetreuten Grabanlagen wie dem Memoriam-Garten umgesetzt. Durch die fließenden Grenzen zwischen den einzelnen Ruhestätten wirken die Gräber wie eine blühende Einheit.

Insgesamt 70 Mustergräber auf der BUGA

Insgesamt 70 Mustergräber werden von den Friedhofsgärtnern auf der BUGA gestaltet – 15 Urnengräber, 20 Einzelgräber und 25 Doppelgräber, die über einen Rundweg zu erreichen sind. Während der Laufzeit der BUGA vom 18. April bis 11. Oktober wird die Saisonbepflanzung jeweils im Frühjahr, Sommer und Herbst ausgetauscht. Nach jedem Pflanztermin beurteilt eine Fachjury die Gräber und vergibt für diese nach einem Punktespiegel Medaillen und Ehrenpreise.

Die Pflege der BUGA-Mustergräber übernehmen junge Friedhofsgärtner und Auszubildende aus dem gesamten Bundesgebiet. Außerdem haben Besucher im Pavillon der Friedhofsgärtner und Steinmetze die Möglichkeit, sich rund um das Thema Grabgestaltung zu informieren. (ts/bdf)