Friedhofsgärtner-Azubis in Hessen zeigen gute Leistungen

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Prüfung geschafft (v. l.): Max Alexander Steger aus der Gärtnerei Emert (Frankfurt/Kelkheim), Peter Mundorff aus der Gärtnerei Peter Mohr (Hochheim), Erik Simon aus der Gärtnerei Link (Marburg), Annika Hahn von Berthold Klumpen GmbH & Co. Blumenhandel KG (Frankfurt/M.), Reamonn Du Maurer vom Zentrum für Weiterbildung (Rüsselsheim) und Lennart Steinborn von Harisch Blumen (Frankfurt/M.) hinter ihren Grabstätten, die derzeit vor Ort als Schaugräber zu sehen sind. Foto: GVBWH

Dass sie ihr Handwerk beherrschen, mussten sechs hessische Auszubildende der Fachsparte Friedhofsgärtner auf dem Friedhof in Frankfurt-Höchst beweisen. Dort fand der praktische Teil der diesjährigen Abschlussprüfung statt. Aufgabe für die Prüflinge war es, ein einstelliges Wahlgrab nach den Richtlinien des BdF zu gestalten und zu bepflanzen, teilt der Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen mit.

Komplexe Aufgabe

Was sich im ersten Moment nach einer einfachen Aufgabe anhört, ist aber in Wirklichkeit komplex: Die angehenden Friedhofsgärtner mussten für die Abschlussprüfung Mitte Juni die Gestaltung der Grabstätte unter realistischen Bedingungen genau planen sowie kalkulieren. Neben der Gliederung der Fläche war dabei vor allem auf die Größe, die Form sowie die Farbwirkung des Grabmals zu achten. Die Grabsteine wurden im Vorfeld von ortsansässigen Steinmetzbetrieben aufgestellt, sodass die Auszubildenden ihre Abschlussarbeiten sorgfältig planen konnten.

Alle Faktoren in Einklang bringen

Pflanzen, Erde und Werkzeuge wurden von den einzelnen Ausbildungsbetrieben der Prüflinge gestellt. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Pflanzen spielten der Wuchs, die Struktur und ob die Grabstätte in der vollen Sonne oder im Schatten liegt. Letztlich müssen alle Faktoren einfühlsam von den jungen Gärtnern in Einklang gebracht und sauber ausgeführt werden, sodass am Ende eine fachgerechte Grabstätte entsteht, die den örtlichen Traditionen und kulturellen Hintergründen entspricht.

Grabstätten bleiben bis auf weiteres Schaugräber

Benotet und bewertet wurden die Arbeiten von Vertretern der Fachgruppe Friedhof Hessen im Gartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen (GVBWH) und der für die Ausbildung zuständigen staatlichen Stelle, dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen. Die Werke der Prüflinge können seit der Prüfung besichtigt werden. Die angelegten Grabstätten bleiben bis auf weiteres als Schaugräber erhalten. Damit sorgen die Prüfungsabsolventen nicht nur für einen krönenden Abschluss ihrer Ausbildung, sondern zeigen auch das Leistungsspektrum des gesamten Berufsstandes.

Praktischer Teil der Prüfung alljährlich auf hessischem Friedhof

Der praktische Teil der friedhofsgärtnerischen Abschlussprüfung wird alljährlich von der Fachgruppe Friedhof Hessen im GVBWH mit Unterstützung der jeweiligen Kommune auf einem hessischen Friedhof durchgeführt. In diesem Jahr beteiligen sich die Friedhofsverwaltung der Stadt Frankfurt am Main sowie die Genossenschaft der Friedhofsgärtner Frankfurt. Neben diesem praktischen Teil zählen noch eine mündliche und schriftliche Leistungsabfrage zur Abschlussprüfung.

Schwerpunkte der Ausbildung sind unter anderem Ökologie, Natur- und Umweltschutz, das Bestimmen und Beschreiben von Pflanzenarten, der fachgerechte Umgang mit der Pflanze, das Bearbeiten und die Pflege von Böden sowie das Aufteilen, Vermessen und Anlegen von Grabanlagen.

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