Grüne Branche

Friedhofsgärtner: Azubis sammeln Berufspraxis auf der BUGA

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Angehende Friedhofsgärtner kümmern sich auf der Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn um die laufende Pflege der Mustergräber im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“. Dabei können die Azubis unter fachgerechter Leitung jede Menge praktische Berufserfahrungen sammeln.

Azubis arbeiten zehn Tage lange auf der BUGA mit

Jennifer Tegeler leitet das sogenannte „BdF-Pflegemodell“, das der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) unter anderem auf der aktuell laufenden Bundesgartenschau anbietet. Zehn Tage lang können Auszubildende der Fachrichtung Friedhofsgärtner dabei auf der BUGA mitarbeiten und unter Tegelers Anleitung die insgesamt 67 Ausstellungsgräber in Heilbronn pflegen. Darüber hinaus beantwortet der gärtnerische Nachwuchs den Besuchern der Ausstellung Fragen zum Beruf des Friedhofsgärtners und dessen Arbeit.

Bereits seit über 20 Jahren organisiert der Bund deutscher Friedhofsgärtner mit diesem Pflegemodell die Betreuung der friedhofsgärtnerischen Wettbewerbsbeiträge und bietet Auszubildenden eine Möglichkeit der praktischen Berufsbildung. Aktuell auf der BUGA in Heilbronn kümmert sich der BdF zudem um den potenziellen Branchennachwuchs, indem er Kindern im Kindergarten- und Schulalter den Friedhof und den damit verbundenen Gärtnerberuf näherbringt.

Kinder lernen im „Bunten Klassenzimmer“ Friedhöfe als Lebensraum kennen

Im sogenannten „Bunten Klassenzimmer“ erfahren die insgesamt rund 650 teilnehmenden Kinder „auf spielerische Weise viel Wissenswertes über die Tätigkeiten von Friedhofsgärtnern“, wie der BdF erklärt. In den speziell dafür entwickelten, jeweils 90 Minuten dauernden Kursen – „Geocachen: Auf den Spuren der Friedhofsgärtner“, „Bienenwerkstatt auf dem Friedhof“ und „Insektenfriedhof“ – lernen die Kinder zudem den Friedhof als wertvollen Lebensraum kennen.

„Unser Ziel mit den Programmen ist es, dass die Kinder den Friedhof als vielseitigen Ort kennenlernen und positive Erlebnisse damit verknüpfen. Er ist nicht nur Ort der Trauer, sondern Lebensraum für Tiere und Pflanzen und erfüllt so ganz wichtige ökologische Funktionen in den Städten und Ballungsgebieten“, erklärt die BdF-Vorsitzende Birgit Ehlers-Ascherfeld. „Auch möchten wir erreichen, dass bereits die Jüngsten wissen, wie kreativ, naturverbunden und menschennah der Beruf des Friedhofsgärtners sein kann.“

Der BdF bietet seine Kurse im „Bunten Klassenzimmer“ der BUGA noch bis Mitte September an, wobei ein Großteil der insgesamt 25 Termine im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ bereits ausgebucht sind.