Grüne Branche

Friedhofsgärtner sollten ins Internet

Ein eigener, attraktiver Internetauftritt sollte für jeden Friedhofsgärtner heute ein Muss sein, denn auch ältere Kunden sind zunehmend online, ist Martin Dziuk von der IWI GmbH aus Münster überzeugt.

Martin Dziuk betreut auch den Internetauftritt der Treuhandstelle. Foto: Klawitter

Zwei Hauptgründe nennt er dafür: Zum einen leben Familien heute sehr verstreut, Familienangehörige suchen im Trauerfall deshalb immer öfter den passenden Friedhofsgärtner am Ort der Bestattung über das Internet. Zum anderen sind immer mehr auch Ältere online: „Abhängig von der Altersgruppe sind bis zu 80 Prozent unserer älteren Kunden zumindest gelegentlich im Internet“, weiß Dziuk – und zwar durchschnittlich fünf Tage in der Woche, in der Regel zwischen 100 und 120 Minuten pro Tag. Allerdings nutzen die Älteren das Internet vorwiegend zur Informationsgewinnung, erst in zweiter Linie zur Kommunikation. Und gehen – überraschend oft – auch über das Handy ins Internet.

Emotionale Bilder, strukturierte Aufteilung

Für Friedhofsgärtner bedeuten diese Entwicklungen: Sie sollten unbedingt mit einer klar und übersichtlich aufgebauten Internetseite präsent sein, mit großen, emotionalen Bildern, einer strukturierten Menüführung, einem schlichten und klaren Design und Wiedererkennungseffekt. „Viele Friedhofsgärtnereien kommen hier mit sieben bis acht Inhaltsseiten aus“, weiß Dziuk. Wer tiefer gehen will, beispielsweise aufgrund seines breiten Dienstleistungsangebotes, kann das ebenfalls tun. Immer aber sollten für Kunden mit schnellem Kontaktbedürfnis eine Telefonnummer und ein gut erkennbares Kontaktformular an vorderster Stelle stehen. Vorausschauend sollten Betriebe zudem ein System wählen, das eine relativ einfache Integration für mobile, über das Handy lesbare Websites möglich macht. Viele Unternehmen wie die Friedhofsgärtnerei Rechter in Hannover (www.rechter-hannover.de), planen beispielsweise den Einsatz eines an CMS gekoppelten Systems, das sich unter anderem an den vielerorts einheitlichen Internetauftritt der Treuhandstellen knüpfen lässt, den eigenen Auftritt aber trotzdem je nach eigenen Bedürfnissen individuell abwandeln und auf Wunsch – Tendenz zunehmend – selbst pflegen lässt. Lesen Sie mehr in der Juni-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 15.