Grüne Branche

Friedhofsgebühren in Kritik

Bad Soden ist Spitzenreiter bei den Erdbestattungen im Reihengrab. Kelkheim hält den Spitzenplatz bei Erdbestattungen im Wahlgrab und bei Urnenbestattungen im Reihengrab. Die höchsten Gebühren für Urnenbestattung im Wahlgrab gibt es dagegen in Nidderau.

Zum vierten Mal haben der Bund der Steuerzahler Hessen mit Sitz in Wiesbaden und die Verbraucherinitiative Aeternitas (Königswinter) kürzlich eine Broschüre mit Übersichten zu den Friedhofs- und Bestattungsgebühren von 60 hessischen Kommunen herausgegeben. Beim Vergleich mit den Zahlen aus den Jahren 1999, 2002 und 2004 zeigt sich, dass die Gebühren in den meisten Gemeinden weiter gestiegen, die enormen Unterschiede zwischen den Gemeinden aber geblieben sind.

Laut einer Pressemitteilung von Aeternitas erhöhten sich die Gesamtgebühren auf hessischen Friedhöfen seit 2004 um rund 40 Prozent. Besonders deutlich - um 50 Prozent - hätten die Gebühren für anonyme Urnenbeisetzungen zugelegt. 22 Prozent betrage die Steigerungsrate bei den Erdreihengräbern.

Für die aktuelle Erhebung wurden die Städte und Gemeinden im Frühjahr 2010 befragt. Bei der Grabnutzungsgebühr geht es um den Ersterwerb des Grabnutzungsrechts sowie eventuell zusätzlich erhobene separate Friedhofsunterhaltungsgebühren. Die Gesamtgebühr umfasst außerdem die Bestattungsgebühren. Ausführliche Informationen zu den Ergebnissen der Erhebung finden sich in der aktuellen Ausgabe der TASPO.

Cookie-Popup anzeigen