Grüne Branche

Friedhofskulturelle Tagung in Hannover

Ende September trafen sich die Mitglieder des VFD zur Friedhofskulturellen Tagung in Hannover. Bundesweit reisten Teilnehmer an und diskutierten über aktuelle Themen, wie etwa Gebühren und das Bestattungsverhalten und tauschen Erfahrungen aus.

Die dreitägige Friedhofskulturelle Tagung des Verbandes der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD) fand in Hannover vom 26. bis 28. September statt.
Titel der Tagung war: Friedhöfe im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit, Pietät und Öffentlichkeit.

Vorträge, Erfahrungsaustausch und zwei Friedhofsbesichtigungen standen im Mittelpunkt des Treffens. Zudem tagte der Bundesvorstand und es gab ein Rahmenprogramm, unter anderem mit dem Besuch des Berggartens. Vier der insgesamt sechs Vorträge können Sie hier nachlesen. Zwei weitere folgen in der kommenden Ausgabe der Friedhofskultur.

Gebührenvergleich, wozu?

„Unsere Vergleiche sind nicht beliebt, Kommunen wollen nicht gern verglichen werden“, sagte Bernhard Zentgraf vom Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen. Er hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Verbraucherinitiative Aeternitas an einem Vergleich kommunaler Friedhofsgebühren gearbeitet. In seinem Vortrag stellte Zentgraf den Zweck dieses bereits dritten Gebührenvergleichs aus Sicht der Steuerzahler dar. Untersucht wurden kommunale Friedhofsträger.

Der Steuerzahlerbund wolle niemanden an den Pranger stellen, so Zentgraf. Ziel sei es, Daten zu erheben und zu veröffentlichen sowie Gründe für Unterschiede herauszufinden. Es gelte Diskussionen anzuregen in den Gemeinderäten. Häufiger Kritikpunkt sei, das Ranking gehe zu wenig auf Rahmenbedingungen ein. Bei Verbrauchern seien Rankings willkommen. Man tue ihnen Unrecht, eine „Geiz ist geil“-Mentalität zu unterstellen. Es komme auf das Preis-Leistungsverhältnis an. Mehr dazu in der November-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 11.