Grüne Branche

Friedhofsverwaltungstage 2010/2011

Mit den ausgewählten Themen hatten die Verantwortlichen ins Schwarze getroffen. Mehrmals – alleine dreimal in Essen, aber auch in Nürnberg oder Freising – musste der Friedhofsverwaltungstag 2010/2011 wiederholt werden, um allen Interessenten die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten. Thematisch war der Bogen weit gespannt: von den Optimierungsmöglichkeiten der Friedhofsverwaltung bis zum Marketing für Friedhöfe.

Ob alte Friedhöfe oder neue wie hier in Erkelenz-Borschemich, Optimierungspotenzial gibt es fast immer. Foto: Backhaus-Cysyk

Im Themenblock I „Optimierung der Friedhofsverwaltung“ referierte Frank Schmidt über „Digitale Bestandspläne – Grundlage für die vorausschauende Belegung und Bewirtschaftung von Friedhöfen“. Schmidt, der seit 16 Jahren sein Vermessungsbüro „Datalog“ (Voerde) betreibt, ist von Sylt bis Oberösterreich tätig und hat Hunderte Friedhöfe neu vermessen, oder gut erhaltene und brauchbare Bestandspläne digitalisiert. Der Hauptgrund, warum er um Hilfe gebeten werde, seien meist alte, schlecht lesbare Bestandspläne, die oftmals nicht mehr aktuell sind und die Flächen außerhalb der Gräber nur unzureichend beschreiben, erklärte er. Für eine optimale Angebotserstellung muss eine sorgfältige Vorarbeit geleistet werden. „Wenn ich mit dem Auftraggeber über den Friedhof laufe, will ich genau klären, was später erwartet wird“, so Schmidt. Sollen tatsächliche Grabbreiten erkennbar sein, oder reicht das Messen gesamter Reihen? Sollen alle Vorsprünge vermessen werden, alle Knicke und Unregelmäßigkeiten? Wie sollen Felder vermessen werden, die nur noch teilweise mit sichtbaren Gräbern belegt sind? Ob Bäume, Hecken, Asphalt- oder Schotterflächen – alles kann genau aufgenommen werden. Je detaillierter das Ergebnis sein soll, um so kostenintensiver werden die Bestandspläne. Dennoch weiß Schmidt durch die Mitarbeit in der Entwicklung des Friedhofsverwaltungsprogrammes Hades® und durch Gesprächen mit Friedhofsverwaltungen, worauf es bei der Bearbeitung von Belegungsplänen ankommt und steht seinen Kunden beratend zur Seite. Mehr dazu in der August-Ausgabe der Friedhofskultur.

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