Grüne Branche

Für den Endverkauf: Fichtenröhrenläuse an Zierkoniferen

Die Sitka- oder Fichtenröhrenlaus befällt und schädigt hauptsächlich Sitka- und Blaufichten, sie kann auch alle übrigen Fichtenarten besiedeln. Bei milder Winterwitterung wie in diesem Jahr schlüpfen die Larven der überwinternden Läuse nach Auskunft des Pflanzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer (LWK) Weser-Ems oft schon Ende Februar bis Anfang März. Danach entstehen in kurzer Folge ungeflügelte und geflügelte Läusegenerationen. Die grün gefärbten Schädlinge besitzen auffallend rotbraune Knopfaugen. Sie saugen bevorzugt an der Unterseite der Altnadeln, die zunächst gelbe Flecke oder Bänder aufweisen und sich später bräunlich verfärben und dann bald abfallen. Zur Feststellung des Erstbefalls und der Befallsstärke werden bei gefährdeten Nadelbäumen die inneren Partien unter Seitentriebe über einem weißen DIN-A4-Karton abgeklopft. Nur bei stärkerem Befall, das heißt, wenn mehr als vier bis sechs Tiere je Klopfprobe gefunden werden, ist eine Bekämpfung sinnvoll. Abwehrmaßnahmen sollten bei entsprechendem Befall möglichst frühzeitig noch vor dem Austrieb der Bäume durchgeführt werden. Für die Bekämpfung stärker befallener Bäume kann im Fachhandel auf Pflanzenschutzmittel zurückgegriffen werden. Weitere Infos: Dr. Bernhard Hümme, LWK Weser-Ems, Tel.: 0 44 18 01-7 50, E-Mail: b.huemme@lwk-we.de.