Grüne Branche

Fusion Rewe und Coop in trockenen Tüchern?

, erstellt von

Bisher erhebt das Bundeskartellamt keine Einwände gegen den geplanten Zusammenschluss
von Rewe und Coop. Rewe möchte das Supermarktgeschäft des Regionalanbieters übernehmen. Um die Fusion zu verwirklichen, müssen die Vertragspartner allerdings bestimmte Auflagen erfüllen. Die Behörde hat den Beteiligten einen „Entwurf zur Gewährung rechtlichen Gehörs“ zugesandt.

Rewe möchte das Supermarktgeschäft der coop eG übernehmen. Foto: Rewe

Vorgabe Bundeskartellamt: Ziel-Unternehmenssatz im einstelligen Bereich

Die Vorgaben des Bundeskartellamts sehen vor, dass der Ziel-Unternehmenssatz im einstelligen Prozentbereich liegen soll. Rewe will nun die rechtliche Bewertung des Bundeskartellamts eingehend prüfen. „Die Auffassung des Amtes, dass eine Genehmigung des Zusammenschlusses nur unter Auflagen möglich sei, teilen wir nicht, haben dies aber zu respektieren und halten eine Zusagenlösung für kurzfristig realisierbar“, sagte Martin Brüning, Konzernsprecher der Rewe Group.  

Es wäre die „Märchenhochzeit“, die Edeka bei der geplanten Kaiser´s Tengelmann-Übernahme bisher verwehrt blieb. Rewe möchte mindestens 55 Prozent der Anteile an den neuen Gesellschaften Supermärkte Nord Vertriebs GmbH & Co. KG und Supermärkte Nord Vertriebs GmbH zu erwerben, zu der auch die 200 Sky-Supermärkte der coop eG gehören.

Fusion Rewe und coop: Lässt Edeka den Konkurrenten stolpern?

Das Bundeskartellamt hat inzwischen auch die Verfahrensbeteiligten benannt. Neben den Fusionsbeteiligten Rewe und Coop sind dies die Edeka Zentrale, die Edeka Nord, Tengelmann und der Markenverband als Beigeladene. Wie die Welt mutmaßt, könnte die Benennung von Edeka zum Stolperstein für den Konkurrenten Rewe werden. Schließlich hatte das Unternehmen die Übernahme der Kaiser’s Tengelmann Filialen vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf zu entscheidenden Teilen vereitelt.

Doch zuerst wartet das Bundeskartellamt auf Antwort der möglichen Fusionspartner. Die Frist wurde auf den 16. August festgelegt. Hierzu erklärte die Pressesprecherin der coop eG, Rebecca Schulz: „Wir freuen uns über die positiven Signale vom Bundeskartellamt. Unsere Einschätzung, dass es zu einer Genehmigung mit geringen Auflagen kommen wird, ist damit bestätigt. Wir werden die Erläuterungen des BKartA dennoch sehr detailliert prüfen und unsere Position in Bezug auf einen ggf. ungerechtfertigten Ansatz des Amtes gerne sachlich begründen. Jeder Standort und damit jeder Mitarbeiter ist für uns ein hohes Gut das es in der genossenschaftlichen Verpflichtung der coop zu schützen gilt.“