Grüne Branche

Fusion von FloraHolland und Aalsmeer: Kartellamt stimmt zu

Die niederländische Kartellbehörde (Nederlandse Mededingingsautoriteit, NMa) hat wie allenthalben erwartet, die Fusion der beiden großen Versteigerungen FloraHolland und die Blumenversteigerung Aalsmeer genehmigt.

Nach gründlicher Befragung von 1500 Lieferanten und 500 Einkäufern von Zierpflanzenprodukten stellte das Kartellamt fest, dass durch die Fusion keine wirtschaftliche Machtposition entsteht oder gestärkt wird, die negative Auswirkungen auf die Konkurrenzsituation haben könnte. Neben der dann fusionierten neuen Versteigerungsorganisation blieben den Erzeugern und Käufern von Blumen und Pflanzen genügend Vermarktungsalternativen im In- und Ausland, so das Kartellamt in seiner Pressemitteilung vom 21. August. Preise und Einkunftsmöglichkeiten beeinflusse der Zusammenschluss der beiden Veilingen deshalb nicht.

Als Hintergrund für seine Entscheidung nannte das Kartellamt die Entwicklung auf dem gesamten Zierpflanzenmarkt: Im Zuge des Strukturwandels wachsen sowohl die Erzeugerbetriebe als auch die abnehmende Seite, so dass immer mehr Produzenten den Handel direkt belieferten. Außerdem finde der Handel mit Zierpflanzen schon lange nicht mehr nur in den Niederlanden statt, sondern erstrecke sich mindestens auf die EU und reiche bis Afrika und Latein-Amerika.

Die Versteigerungen selbst halten den Zusammenschluss für notwendig, um die Marktposition von Erzeugern und Käufern/Exporteuren im internationalen Zierpflanzensektor zu erhalten und zu stärken. Dazu sei ein Netzwerk aus gut funktionierenden Marktplätzen, geringeren Kosten und zunehmender Kettennormierung ausschlaggebend. Flora-Holland und die Bloemenveiling Aalsmeer sind davon überzeugt, so sagen sie in einer Presseerklärung, dass sie die Zielsetzungen besser gemeinsam denn als Konkurrenten erreichen können. Beide Versteigerungen hatten einen positiven Beschluss des Kartellamts erwartet. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19. September werden nun noch die Mitglieder beider Genossenschaften über die Fusion abstimmen.