Grüne Branche

Gärtner beschädigt mutwillig Gräber

, erstellt von

Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe: Diese Vorwürfe erhebt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen einen Gärtner. Er soll aus Existenzangst über Jahre hinweg mutwillig Gräber der Konkurrenz beschädigt haben.

Gift für die Pflanzen konkurrierender Friedhofsgärtner: Mehrere zehntausend Euro Schaden verursachte ein Gärtner auf diese Weise. Foto: Panoramo / Fotolia

Sachbeschädigung mit System: Gift für die Pflanzen der Konkurrenz

Das Vorgehen gegen die Konkurrenz hatte System: Der Gärtner besprühte Zierpflanzen auf den Gräbern mit Gift, streute Unkrautsamen aus oder setzte die Pflanzen komplett um. Mehrere zehntausend Euro Schaden entstanden auf diese Weise. Drei Jahre lang hatte sich ein konkurrierender Friedhofsgärtner über die Zustände gewundert, bis er – aus Angst vor zunehmendem Kundenschwund – die Polizei auf den Plan rief.

Störung der Totenruhe: Gärtner per Videobeweis ertappt

Die Behörden leiteten umfangreiche Ermittlungen ein und ließen sogar Gräber per Video überwachen. Insgesamt neunmal ertappten die Aufzeichnungsgeräte den tatverdächtigen Gärtner auf frischer Tat. Die Polizei hat bereits die Wohnung des Mannes durchsucht. Unter anderem stellten die Beamten eine Sprühflasche mit Unkrautvernichtungsmittel sicher. Der Gärtner hat die Tat bereits eingeräumt. Er habe aus Konkurrenzdruck und Existenzangst gehandelt.