Grüne Branche

Gärtner diskutieren: Wer ist meine Zielgruppe?

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Welche Kunden finden in Zukunft den Weg in die Einzelhandelsgärtnerei oder ins Florist-Fachgeschäft? Wie sollen Gärtner und Floristen auf die ständigen Veränderungen am Markt reagieren? Unter anderem darüber diskutieren die Besucher des 24. Bayerischen Marketingtags für Gärtner und Floristen.

Woran erkennt der gärtnerische Fachhandel, welchen Hobbygärtner-Typ er vor sich hat? Nur eines der Themen, das beim 24. Bayerischen Marketingtag zur Sprache kommt. Foto: Knut Steffen

Aktuelle Fragen von Gärtnern und Floristen

Die Veranstaltung am 11. Juli in Würzburg greift wieder aktuelle Themen aus der Praxis auf und diskutiert Fragen, die dem gärtnerisch-floristischen Fachhandel „unter den Nägeln brennen“. Veranstalter ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kitzingen.

Der 23. Marketingtag im vergangenen Juli hatte noch unter Federführung des im August verstorbenen Marketingberaters Knut Steffen stattgefunden. In diesem Jahr ist Marketingberaterin Vanessa Zenker vom AELF Kitzingen für die Veranstaltung verantwortlich und übernimmt auch die Moderation.

Die wichtigsten Themen:

  • Bedeutung von Zielgruppen für die Ausrichtung eines Blumengeschäfts
  • Anforderungen der Digitalisierung und Wandel des Käuferverhaltens
  • Vorschläge für die Nutzung von Social-Media-Marketing und Tipps für die Umsetzung im Betrieb
  • der Weg vom Trend zum fertigen Werkstück mit aktuellen floristischen Impulsen für die Weihnachtssaison

Hobbygärtner verstehen

Dr. Andreas Becker von der Bayerischen Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim wird die Intention zu der Sinus-Studie „Freizeitgärtner verstehen und erreichen“ kurz darlegen. Die Bayerische Gartenakademie war Koordinatorin für die Studie, in der die Freizeitgärtner typologisiert wurden.

Matthias Arnold (Sinus Markt- und Sozialforschung Heidelberg) arbeitet an Forschungs- und Beratungsprojekten des Instituts im Bereich der internationalen Marketingforschung und in der soziokulturellen Grundlagenforschung. Er übernahm vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und von den Verbänden für Gartenbau in Bayern den Auftrag, die Wesenszüge verschiedener Hobbygärtner-Typen zu definieren: Wie erkenne ich welchen Typ, wenn er in mein Geschäft kommt?

Kundenverhalten und -typen

Prof. Dr. Thomas Vogler (Mercator-Consulting) zeigt Praxisbeispiele von Kundenverhalten und -typen – nicht nur kompetent, sondern auch erfrischend und für den Zuhörer unterhaltsam, so die Veranstalter.

Lin Scherer (Floristweb) ist Floristin und Webdesignerin. Sie verbindet das „grüne Handwerk“ mit der technischen Welt des Internets. Zeit und Arbeit im täglichen Ablauf können durch bestimmte Tools reduziert werden und zugleich werden neue Kunden gewonnen. Ihr Vortrag „Kunden finden im World Wide Web? – Der Nutzen von Keywords und Social Media Marketing“.

Carola B. Forster (floristische Führungskraft von Blumen Reuß, Neusäß) zeigt, wie Facebook direkt in der betrieblichen Praxis eingesetzt werden kann und berichtet aus ihrer Erfahrung.

Weihnachtstrends 2018

Floristischer Höhepunkt wird das Wechselspiel zwischen Sylvia Weigner und Floristmeisterin Manuela Ostertag von Bloom‘s (Ratingen) sein. Sie stellen florale Werkstücke und Ideen zum Thema „X-Mas Trends 2018 – Cooles Weihnachtsthema am Sommertag“ vor unter den Zielfragen:

  • Welcher Trend ist für welchen Kunden wichtig?
  • Woran ist die Zielgruppe des eigenen Betriebs zu erkennen?

Unterstützung zur Zielgruppendefinition bietet der Neuromarketingansatz der Limbic Map.

Die Teilnehmerzahl für den 24. Bayerischen Marketingtag ist begrenzt, Anmeldungen sind bis 4. Juli möglich unter Telefon: 0 93 21–3 00 91 55, E-Mail: poststelle(at)aelf-kt.bayern.de oder über die Website des AELF.