Grüne Branche

Gärtnerbörse: Calluna – Düngung und Pflanzenschutz

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Mit der Düngung bei Erica x darleyensis und Callunen sowie dem Pflanzenschutz bei Callunen und Gaultherien befassten sich verschiedene Versuche, deren Ergebnisse in der Gärtnerbörse 9/2016 vorgestellt werden. Darüber hinaus geht es im Themenschwerpunkt Azerca-Kulturen um torffreie und torfreduzierte Substrate und um die Beerengröße von Gaultherien.

Versuche in Pillnitz zur Depotdüngung Erica x darleyensis. Foto: Margret Dallmann, LfULG

Depotdüngung bei Calluna: Versuch in Bad Zwischenahn

Seit einigen Jahren wird diskutiert, inwieweit sich bei Calluna und anderen Heidekulturen die Flüssigdüngung durch ummantelte Depotdünger ersetzen lässt. In einem umfangreichen Versuch wurde im Jahr 2014 an der LVG Bad Zwischenahn in Zusammenarbeit mit dem Beratungsring Azerca Nord die Wirkung einer Vollversorgung mit verschiedenen Depotdüngern im Vergleich zu einer reinen Flüssigdüngung an zwei Calluna-Sorten geprüft.

Gärtner arbeiten häufig mit einer Kombination aus Depot- und Flüssigdüngung, um die Vorteile beider Methoden zu verbinden. Die Ergebnisse des Versuchs weisen deutlich auf die Kulturrisiken bei Vollbevorratung mit Depotdünger hin, auch bei Verwendung eines doppelt ummantelten Düngers. Sie sprechen daher für eine Kombination aus Depot- und Flüssigdüngung.

Auch gute Erfahrungen mit Depotdünger-Vollbevorratung bei Calluna

Aus anderen Versuchen, zum Beispiel in Dresden-Pillnitz, und aus einzelnen Praxisbetrieben liegen durchaus auch gute Erfahrungen mit einer Depotdünger-Vollbevorratung bei Calluna vor. Eine Vollbevorratung ist allerdings nur in Zusammenarbeit mit der Beratung zu empfehlen. Zudem muss unbedingt auf die betrieblichen Gegebenheiten wie Substrat, Gießwasser, Pflanzengröße und Sortiment Rücksicht genommen werden. Das empfehlen auch die Düngerhersteller.

Neben dem Einsatz von Depotdüngern ist die Rückführung und Wiederverwendung des Rücklaufwassers eine umweltschonende Methode, um einer Nährstoffbelastung der Oberflächengewässer vorzubeugen. Dadurch können jedoch Probleme mit Phytopathogenen (zum Beispiel Phytophthora) im Wasser auftreten, sodass das Wasser vor der Verwendung mit einem Langsam-Sandfilter gereinigt oder auf einem anderen Weg desinfiziert werden muss.

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