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Gärtnerbörse: Hortensien-Kultur in torfreduzierten Substraten

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Hortensien und Frühjahrsblüher sind Themen in der Gärtnerbörse 7-8/2019. Vorgestellt wird unter anderem eine Versuchsreihe zur reduzierten Verwendung von Torf in der Hortensien-Produktion, die zwischen 2016 und 2018 lief. In den Versuchen sollten verschiedene Varianten auf ihre Kultureignung geprüft werden – bis zu einer Reduzierung des Torfanteils auf 25 Volumen-Prozent.

Ebenfalls Thema in der neuen Gärtnerbörse: die Hortensien-Produktion bei Martin Vogler in Hohenheim. Foto: Edgar Gugenhan

Vier Substrat-Varianten für die Hortensien-Produktion im Test

Als Standard wurde ein Substrat mit 70 Volumen-Prozent Torf verwendet. In Variante 2 wurde der Torfanteil auf 50 Volumen-Prozent reduziert, womit bereits die EU-Bio-Richtlinie erfüllt würde. Der eingesparte Torf wurde hier durch Holzfasern ergänzt. In Variante 3 ging man noch einen Schritt weiter und reduzierte den Torfanteil auf 25 Volumen-Prozent – dieser Anteil wurde ebenfalls durch Holzfasern ausgeglichen. In Variante 4 wurde zusätzlich zu den vorher genannten Substrat-Bestandteilen Kompost eingemischt. Als Versuchssorte diente ‘Early Blue’.

In allen Varianten wurden vermarktungsfähige Hortensien produziert, sodass theoretisch alle Substrate für den Einsatz geeignet wären. Allerdings traten während der Kultur im Substrat mit 25 Volumen-Prozent Torf und 45 Volumen-Prozent Holzfaser (Variante 3) sehr hohe Nährstoffgehalte auf, die bei ungünstigen Bedingungen zu erheblichen Pflanzenschäden führen können. Weitere Ergebnisse sind in der Gärtnerbörse 7-8/2019 zu finden.

Tief gefallen in der Gunst der Verbraucher ist Impatiens walleriana. Die einst beliebte Beet- und Balkonpflanze fiel dem Falschen Mehltau zum Opfer, der seit Jahren in dieser Kultur wütet und den Impatiens die Blätter raubt. Für dieses Pflanzenschutz-Problem haben jetzt gleich zwei Züchter eine Lösung gefunden – sie bringen resistente Zuchtlinien auf den Markt (Seite 39).

Pflanzenschutzmittel-Rückstände in verkaufsfertigen Pflanzen

Ein anderes Pflanzenschutz-Problem ist technischer Natur. Es geht um Rückstände von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen in verkaufsfertigen Pflanzen. Der Handel sieht diese immer kritischer und die Nachweismethoden werden immer genauer. Die gefundenen Rückstände müssen noch nicht einmal von Präparaten stammen, die in der betreffenden Kultur eingesetzt wurden. Die Spritze vergisst nämlich nichts – wie Untersuchungen zeigten, sind im Applikationssystem die damit im Laufe der Zeit ausgebrachten Wirkstoffe zu finden, allen Reinigungsmaßnahmen zum Trotz (Seite 69).

Ein Pflanzenschutz-Problem wieder anderer Art hat der Chemiekonzern Bayer. Mit der Übernahme von Monsanto wollte das Unternehmen seine Position im globalen Agrargeschäft festigen und ausbauen, auch angesichts weiterer Übernahmen in der Branche. Der schlechte Ruf von Monsanto in Verbindung mit dem umstrittenen Herbizid-Wirkstoff Glyphosat führte aber zu unerwartet heftiger Kritik an Bayer, der sich das Unternehmen stellen will (Seite 75) – und auch der Agrarsektor solle den Dialog mit Kritikern suchen.

Die weiteren Themen der neuen Gärtnerbörse

Außerdem lesen Sie in der neuen Gärtnerbörse unter anderem diese Themen:

  • Mit Sommertopfstauden das Sortiment erweitern
  • Mehrjährige Anbauversuche mit Echinacea als Sommertopfkultur
  • Vorratsdüngung mit Schafwolle bei Bio-Frühjahrsblühern im Topf
  • Hortensien in Perfektion: Bernd Freese im Porträt
  • AMI-Anbauerhebung: mehr Licht als Schatten im Zierpflanzenbau
  • Geschäftliche Korrespondenz: moderne Texte wirken besser
  • CH: Hanfanbau als Standbein

Dies und mehr finden Sie in der Gärtnerbörse 7-8/2019, die am 20. Juli erscheint. Einzelhefte, (Probe-)Abos und E-Paper sind im TASPO Online-Shop erhältlich.