Grüne Branche

Gärtnerbörse: Neue Fachrichtung, neue Bewerber?

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Mit einem heiß diskutierten Thema beschäftigt sich die neue Ausgabe der Gärtnerbörse: Für den Beruf Gärtner soll es in der neuen Ausbildungsordnung noch eine achte Fachsparte zusätzlich geben. Diese trägt derzeit noch den Arbeitstitel „Verkauf/Einzelhandel“ und soll es, so bestätigt Jakob Hokema, Vorsitzender des ZVG-Ausschusses Berufspolitik und -bildung, möglich machen, dass etwa auch Gartencenter und gute Baumärkte künftig Gärtner in dieser Fachrichtung ausbilden können.

Titelstory der neuen Gärtnerbörse ist der Karnivoren-Betrieb Weilbrenner. Foto: Haymarket Media

„Produktion ohne Verkauf ist Schrott“

„Warum besteht hier eine große Änderungsnotwendigkeit?“, fragt die Gärtnerbörse. „Kurz gesagt: Produktion ohne Verkauf ist Schrott!“, so Hokema im Interview. „Wir müssen unsere gärtnerischen Produkte gut verkaufen.“ Der gärtnerische Fachhandel brauche Menschen mit einer guten Querschnittskompetenz über alle Fachrichtungen. „Dann können auch Fachgartencenter selbst ausbilden, sie nehmen der Produktion nicht mehr das dort notwendige Personal weg.“ Die neue Fachrichtung soll, anders als die bisherige Vertiefungsmöglichkeit „Beraten und Verkaufen“, bundesweit gelten. „Wir hoffen, damit einen zusätzlichen Schub auszulösen, im Bereich Verkauf zu punkten, um zusätzliche Bewerber zu bekommen“, so Hokema.

Viele weitere Beiträge zum Thema Mitarbeiter

Das komplette Interview finden Sie in der neuen Ausgabe der Gärtnerbörse, genauso wie viele weitere Beiträge zum Thema Mitarbeiter – beispielsweise die Möglichkeit, sich über Quereinsteiger oder Weiterbeschäftigung im Rentenalter Arbeitskräfte und Know-how zu sichern. Außerdem beschäftigt sich das Magazin für den Zierpflanzenbau mit Produktionsthemen wie dem Topfpflanzenhype, dem Umgang mit Nützlingen im Betrieb und Neuerungen im Bereich Technik.

Neue Gärtnerbörse stellt Gewinner und Finalisten der TASPO Awards vor

Die am 20. November erscheinende Gärtnerbörse 6/2021 stellt zudem viele Gewinner und Finalisten der TASPO Awards 2021 mit ihren Innovationen vor. Vorgestellt werden zum Beispiel die von Sonja und Tobias Dümmen ins Leben gerufene Plattform „Green Me Up“, die Matrix Topfmaschine, oder die Kommunikationsagentur RiPlant und ihre pfiffige Idee, Aromahopfen als Topfpflanze auf den Markt zu bringen. Berichtet wird auch über das Familienunternehmen Irßlinger, das ein beispielgebendes Regionalkonzept zur Pflanzenvermarktung entwickelt hat, die Schafwollpellets von Johannes-Ulrich Köhler, die „Züchtung des Jahres“ von Florensis, den stufenlos vollelektrisch angetriebenen Einachsgeräteträger Rapid URI E041, sowie eine neuartige Mikrokapsel der Katz Biotech AG, die es ermöglicht, Nematoden als Depot auszubringen. Und die Technikerklasse G2 an der LWG Veitshöchheim hat ein Konzept entwickelt, um junge Menschen mit zeitgemäßen Medien und auf Augenhöhe anzusprechen und sie damit für Ausbildung und Arbeitsleben in der Grünen Branche zu interessieren.

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