Grüne Branche

Gärtnerbörse: Versuche zu Kombipots

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Mit Beet- und Balkonpflanzen sowie Jungpflanzen befasst sich die Ausgabe 01-02/2017 der Gärtnerbörse. Thema sind unter anderem Kombipots – ein Convenience-Produkt mit verschiedenen Beet- und Balkonpflanzen, das zunehmend angeboten und nachgefragt wird.

Die Kombinationen standen ab Mitte Mai in jeweils zwei 23-Liter-Containern auf dem sonnigen Prüffeld der LWG. Foto: Hubert Hanke/LWG Veitshöchheim

Kombipots bestehen aus einer oder auch mehreren Pflanzenarten, die meist mit drei Stecklingen als Multi-Jungpflanzen produziert werden. Aufgrund des kleinen Wurzel- und Pflanzenraumes ist die Produktion von hochwertiger Ware, von gleichmäßig entwickelten bunten Pflanzenkombinationen im Topf, sehr anspruchsvoll.

LWG Veitshöchheim untersucht Anzucht und Gartenleistung von Kombipots

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim befasste sich in umfangreichen Untersuchungen mit dem Thema Kombipots. Dabei ging es um die Anzucht ebenso wie um die Gartenleistung.

Unter den Witterungsbedingungen des (kühlen) Frühjahrs 2016 wurden bei elf aktuellen Dreier-Kombinationen von Beet- und Balkonpflanzen mit einem Topftermin in Woche 14 in 14-cm-Töpfen kompakte Pflanzen erzielt, die im Schnitt in Woche 20 mit der Blüte begannen. Damit sind sie geeignet für den Verkauf nach den Eisheiligen.

Für einen Verkauf von blühenden Kombipots ab Ende April bis Anfang Mai waren die Pflanzen des früheren Topftermins in Woche 11 geeignet. Die Pflanzen im 12er- und 14er-Topf unterschieden sich zum Verkaufstermin nicht sehr. Für Lagerung und Transport wäre der größere Topf vorteilhaft.

Kombinationen im Versuch in ihren Eigenschaften recht unterschiedlich

Die im Versuch kultivierten Kombinationen, meist Mischungen verschiedener Gattungen, waren in ihren Eigenschaften insgesamt recht unterschiedlich.

32 Arten- und Gattungskombinationen wurden in Woche 11 in 13-cm-Töpfe getopft. Sie erreichten die Verkaufsreife (alle drei Kombinationspartner blühend) zwischen Woche 16 und 20. Der Gesamteindruck zum Verkaufstermin war meist gut bis sehr gut.

Die Artenkombis, vor allem mit Calibrachoa-Sorten, waren meist gleichmäßiger aufgebaut. Die Gattungskombis aus Petunien, Calibrachoa, Verbenen, Nemesien, Lobelien und anderen waren meist stark im Gesamthabitus gegliedert und die verschiedenen Gattungen waren unterschiedlich wüchsig.

Gartenleistungsprüfung mit 44 Kombipots

44 Kombipots wurden einer Gartenleistungsprüfung unterzogen, also der Beobachtung von Verkaufstöpfen, die in große Gefäße gepflanzt waren. Die meisten Kombis hatten ihren Blühhöhepunkt etwa Mitte Juli. Über den Prüfungszeitraum von Anfang Juni bis Ende August waren Gesamteindruck und Reichblütigkeit im Durchschnitt meist mittel bis gut.

Die Blütenanteile der drei Partner an der Gesamtblütenmenge einer Kombi schwankten stark. Bei Artenkombis, zum Beispiel aus Calibrachoa- oder Nemesien-Sorten, blieben die Anteile der verschiedenen Farben oft relativ ausgeglichen.

Gattungskombis starteten meist schon mit einem großen Ungleichgewicht bei Pflanzenmasse und Blütenmenge. Ende August war dann eine Gattung manchmal fast nicht mehr auffindbar oder zu dominant.

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