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Gärtnerei Emsflower: Investitionen in die Zukunft

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Der interne Transport spielt bei einem so großen Betrieb wie der 78 Hektar großen Gärtnerei Emsflower von Bennie und Tom Kuipers in Emsbüren eine bedeutende Rolle. Gerade investieren sie in ein automatisches System, mit Hilfe von Induktion fahrenden Zügen, in fünf neue Steckautomaten sowie in die Geothermie für eine saubere Energieversorgung.

Fünf Steckroboter sind in der Gärtnerei Emsflower zur Probe aufgebaut. Foto: Gärtnerei Emsflower

Gärtnerei Emsflower: immer auf dem neuesten Stand der Technik

Die Prozesse zur Automatisierung und zum Einsatz von Robotern müssten sich weiter entwickeln, so Bennie Kuipers. Es war immer sein Credo, verdientes Geld zu reinvestieren, um den Beitrieb immer auf dem neuesten technischen Stand zu halten. Damit auch künftig erfolgreiches Wirtschaften möglich bleibt und gleichzeitig nachhaltig produziert werden kann.

In den Jahren 2004 bis 2006 hat er in Emsbüren mit 34 Millionen Euro Investitionen begonnen und 18 Hektar Gewächshaus- und Verladeflächen aufgebaut. Es folgte ein schrittweiser Ausbau um weitere 20 Hektar sowie die Errichtung eines Naturholz-Heizkraftwerkes.

Weitere sechs Hektar Kombigewächshausflächen für sowohl Gemüse als auch Beet- und Balkonpflanzen folgten. 2014 kam ein 24.000 Quadratmeter großes Gartencenter hinzu. Und in diesem Jahr war die Machbarkeitsstudie zum Tiefengeothermie-Projekt abgeschlossen. Außerdem startete der Umbau der Automatisierung in Emsbüren.

Arbeitsabläufe in der Gärtnerei Emsflower werden optimiert

Diese Projekte werden in den kommenden Monaten durchgeführt, um alle Arbeitsabläufe weiter zu optimieren und auch zu zentralisieren, so Kuipers. Die Pflanzen wurden bisher intern per Wagen und auf Schienen in die Gewächshäuser transportiert. Jetzt soll der Transport flexibler werden. Dazu laufen die Transportwagen nicht mehr über Schienen, sondern über Induktionsschleifen. Die einzelnen Karren werden von drei Automaten selbstständig zusammengestellt.

Auch das Stecken der unbewurzelten Stecklinge zur Saison wird weiter automatisiert. Fünf Steckroboter mit einer Gesamtnettoleistung von 11.000 Stecklingen in der Stunde können die Handarbeit von vielen Aushilfskräften ersetzen. Für das Topfen soll ein flexibel einsetzbares Schablonen-Befüllsystem für Töpfe und Trays eingesetzt werden, das automatisch das Pflanzen und auch das Stecken der Etiketten übernimmt. Es soll mehrere Topfmaschinen ersetzen. Ende März sollen alle Automatisierungsschritte abgeschlossen sein.

Geothermie-Projekt: Gärtnerei Emsflower will 2018 am Netz sein

Das Projekt zur Tiefen-Geothermie befinde sich gerade in der Finanzierungsphase, erläutert Kuipers weiter. Ist sie abgeschlossen, dauert es noch einmal eineinhalb Jahre an Bohr- und Bauzeit. Sein Ziel ist, Anfang 2018 am Netz zu sein. Dann sollen etwa drei Megawatt „Grüner Strom“ eingespeist werden. Ungefähr 25 Megawatt thermischer Leistung sollen dann für die Pflanzenproduktion zur Verfügung stehen.

Weiterentwickelt hat Kuipers auch sein seit zehn Jahren laufendes Tansania-Projekt. Auf einer Gewächshausfläche von rund zwei Hektar werden Pelargonien und Chrysanthemen produziert. Auf einem Nachbargelände von 45 Hektar möchte er eine eigenständige Gärtnerei für die Stecklingsproduktion ansiedeln. Sie soll hohen Anforderungen an Qualität und an Gleichmäßigkeit genügen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Automaten und Roboter in Emsbüren ihre Arbeit gleichbleibend sicher und zügig erledigen können.