Grüne Branche

Gärtnerei Schwarz setzt auf nachhaltiges Pfandsystem

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Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Lösungen beschäftigen die Branche wie keine anderen Themen. So auch die Gärtnerei Blumen Schwarz aus Schwabach, die sich ein spezielles Pfandsystem überlegt hat und damit einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung und CO2-Einsparung leistet.

Eine moderne Pflanztopfmaschine bereitet gebrauchte Töpfe auf und befüllt sie neu. Foto: Blumen Schwarz

Blumentöpfe werden wiederverwendet

„Wo Schwarz draufsteht, kommt auch Schwarz wieder rein“, erklärt Heino Schwarz, Inhaber der Gärtnerei Blumen Schwarz prägnant sein innovatives, nachhaltiges Pfandsystem für Blumentöpfe. Der Sagaflor-Partner in Schwabach verwendet benutzte Blumentöpfe wieder. Der Traditionsbetrieb, der seit 1902 besteht und in der vierten Generation von Annette und Heino Schwarz familiengeführt wird, leistet damit einen Beitrag zur Vermeidung von Abfällen. „Wenn Kunden Pflanzen kaufen, stehen sie zuhause vor dem Problem der Müllentsorgung, die Töpfe landen nach einmaligem Gebrauch im Hausmüll“, erklärt Schwarz den Hintergrund seiner Idee. Statt in der Mülltonne landen gebrauchte Töpfe aber nicht im Müll, sondern wieder auf dem Tresen der Gärtnerei Schwarz. Denn Schwarz erhebt pro Topf einen Pfandbetrag von 0,06 Cent. Geben Kunden den Topf nach Gebrauch zurück, erhalten sie ihr Geld ebenfalls zurück. Alle Töpfe sind dementsprechend deutlich wiedererkennbar mit dem Firmenlogo des Unternehmens gebrandet.

Moderne Maschine bereitet Töpfe auf

Wem die Reinigung der Töpfe allerdings zu aufwendig für den Endverbraucher erscheint, der irrt, denn die Töpfe müssen von den Kunden nicht extra gereinigt werden. In einer speziellen Topfmaschine mit besonders leistungsfähigem Topfmagazin werden die Töpfe dann ausgiebig aufbereitet und schließlich neu befüllt. Mit seiner Idee hat Heino Schwarz anscheinend einen Nerv getroffen, denn die zusätzliche Serviceleistung werde von vielen Kunden gerne angenommen. „Sie können so ihren Beitrag zur Müllvermeidung und für die Umwelt leisten“, so Schwarz. „Einige Kunden sammeln auch nicht zurückgebrachte Pfandtöpfe und bringen sie zu uns. Nicht wegen des Pfandes, sondern wegen des Umweltschutzes. Meist kaufen sie dann noch eine Kleinigkeit für ihren Garten.“ So gleicht sich der Zusatzaufwand für die Gärtnerei wieder aus.

Einsparung von CO2-Emissionen

Neben Müllvermeidung hat die Kreislaufwirtschaft mit den Töpfen aber auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Dieser sei die Einsparung von CO2-Emissionen. Laut Sagaflor können durch die Wiederverwertung von den Töpfen jährlich rund 1,4 Tonnen CO2 eingespart werden. Mit seiner Idee sorgt Heino Schwarz nicht nur unter seinen Kunden für Gesprächsstoff, auch Funk und Fernsehen ist bereits auf die Gärtnerei aufmerksam geworden und hat Beiträge über das Pfandsystem gesendet.